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ENOUGH IS ENOUGH!

Liebe Musiker_innen, liebe Musikschaffende, Mitglieder und Freund_innen,

uns ist klar, dass ein einzelnes Statement nicht ausreicht, den fortlaufenden Prozess  antirassistischer Arbeit zu unterstützen und sich dann zurückzulehnen, als wäre nichts geschehen. Wir finden es daher nicht angemessen, diese Woche einen ganz normalen Newsletter an euch zu senden. 
Stattdessen möchten wir als Vertreterinnen der Popkultur, der Musik und der Musiker_innen in Hamburg euch Musikmenschen etwas sagen. Wir teilen hier nicht unsere Meinung, denn Rassismus (White Supremacy) ist ebenso wenig eine Meinung wie Antirassismus. Rassismus (White Supremacy) ist ein verachtenswertes Verbrechen und gesellschaftliche & politische Realität. Dass, was wir dieser Tage in den USA unter dem neofaschistischen Trump erleben, ist auch keine Momentaufnahme, sondern das Resultat fehlgeleiteter und rassistischer Politik

RockCitys Solidarität gilt den von Rassismus Betroffenen und der nachvollziehbaren Auflehnung, den Stimmen, die laut werden und sich wehren, kämpferisch bleiben, trotz der massiven Widerstände und der immer brutaler werdenden Staatsgewalt. Wir verurteilen den allgegenwärtigen Rassismus und verachten die täglich agierenden Gewalttäter_innen gegen BIPoC

Der von der Musikbranche in den USA gepostete Hashtag #blackouttuesday entwickelte sich am 02.06.2020 aber auch in den letzten Tagen zum medialen Phänomen im Kontext der Geschehnisse in den USA und war  Ausdruck der Solidarität und damit erst einmal positiv. Doch die Musikbranche kann und ist mehr, denn Popkultur ist auch immer Ausdruck von Zeitgeist, Bewegung und Veränderung, also politisch. Wir wissen, Rassismus (White Supremacy) ist überall und gegenwärtig, nicht nur jenseits der Grenzen, sondern gerade und auch in Deutschland, auch in Hamburg, auch in der Musik, auch in unseren Köpfen. Nicht doch? Naja, vielleicht ist auch euch aufgefallen, dass es in Hamburg keine einzige Schwarze Person gibt, die in der Musik z.B. in einer Führungsposition sitzt, die an einer Uni lehrt, die eine Kulturinstitution führt, die dirigiert, die ein Orchester leitet oder als Professor an der Uni unterrichtet. Vermutlich gibt es nicht einmal Schwarze Lehrbeauftragte. In keiner Initiative, die sich mit Musik beschäftigt, weder an den Schulen, Clubs, Venues, Unis, Kulturinstitutionen gibt es eine exzellent bezahlte Schwarze Person an der Spitze. Kein Schwarzes Gesicht ganz oben im Kunst- , Theater-, Musik-, Museumsbetrieb, auch nicht in der Kulturbehörde. Besonders der Jazz, der Musik, die von afroamerikanischen Musiker_innen hervorgebracht wurde, ist in Hamburg schneeweiss und ziemlich eurozentrisch

Deshalb sind wir Musikmenschen einmal mehr aufgefordert, Rassismus (White Supremacy) vor, hinter, in und neben uns zu benennen, darauf hinzuweisen und vor allem aktiv zu verhindern. Wir können unser Verhalten ändern und müssen ihn benennen. Deshalb fordern wir uns und euch dazu auf, drei wichtige Dinge zu tun:
 
  1. Lest eines der Bücher, die wir unten empfehlen oder schaut auf Netflix I’m not your Negro von James Baldwin und schickt uns ein Feedback.

  2. Stellt eine gut bezahlte Schwarze Person ein und lasst es uns wissen.

  3. Verzichtet auf eure weiße Definitionshoheit und fragt einen Schwarzen Menschen, wie er genannt werden möchte.


Bildet euch, lest, und hört vor allem zu. Teilt Content der Schwarzen Communities, um Sichtbarkeit zu schaffen oder folgt auf Social Media. Und seid nicht traurig, wenn es mal nicht um euch geht, setzt euch lieber mit Kritik auseinander, stellt Fragen, musiziert gemeinsam und seid nicht beleidigt, wenn euch jemand auf Fehler hinweist  - das gehört zum Lernprozess schließlich dazu. Hier noch eine Auf-den-Punkt Zusammenfassung zu White Privilege!

Events:

Demonstration:
JUSTICE FOR FLOYD - STOP KILLING BLACKS!!!

5. Juni 2020 - US Consult Hamburg - 15 Uhr

Demonstration:
Enough is Enough - Protest in Hamburg

6. Juni 2020 - Rathausmarkt Hamburg - 15 Uhr

Webinar:
Abwehrmechanismen von Happyland -
rassismuskritisch denken lernen mit Tupoka Ogette

10. Juni 2020 - 15 Uhr


Literatur für Musikinteressierte und von musizierenden Schwarzen Menschen in Hamburg:
  1. Noah Sow (Produzentin, Musikerin, Autorin) - Deutschland Schwarz Weiß
  2. Dr. Harald Kisiedu (Saxophonist, Autor, Lehrbeauftragter) - European Echoes: Jazz Experimentalism in Germany, 1950-1975
  3. Samy Deluxe (Musiker, Rapper, Autor) - Dis wo ich herkomm: Deutschland Deluxe

Wenn Euch jemand einfällt, lasst es uns gern wissen!

Podcasts:

Alle Podcasts findet ihr bei Spotify.

Feuer & Brot - Alice Hasters und Maxi Marie Goldt im Gespräch über Politik und Popkultur.
Weißabgleich - Podcast der taz von PoC für PoC und alle, die ihren Horizont um neue Perspektiven erweitern möchten. 
St*ry Time - In diesem Podcast beschäftigen sich Paula Charlotte Kittelmann und Fabian Faruk Ajaj mit dem Spagat zwischen den Privilegien und der Diskriminierung innerhalb unserer Gesellschaft.

#theshowmustbepaused #blacklivesmatter #fightracism #solidarity #fuckwhitesupremacy #blackouttuesday #icantbreathe #enoughisenough

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