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Neuigkeiten vom Netzwerk Flüchtlingsforschung

Newsletter Nr. 15

Oktober 2015

 

Die Ereignisse und Debatten um Flüchtlinge und Flüchtlingspolitik, die Deutschland und Europa in den letzten Monaten beschäftigt haben, haben ein neues Bewusstsein nicht nur für die Herausforderungen einer globalen Flüchtlingskrise geweckt sondern auch für die Notwendigkeit, die Ursachen von Zwangsmigration und die Komplexität von Flüchtlingsschutz besser verstehen zu müssen. Obwohl politische Entscheidungen noch zu wenig von Erkenntnissen der Flüchtlingsforschung informiert werden, so gibt es zunehmend ein Interesse von Medien und Öffentlichkeit an fundierten Untersuchungen und wissensbasierten Einschätzungen von FlüchtlingsforscherInnen. So sind viele unserer Mitglieder immer wieder von Journalistinnen zur Flüchtlingskrise befragt worden und haben sich mit Kommentaren und Artikeln in Zeitungen sowie nicht zuletzt durch Beiträge im FlüchtlingsforschungeBlog in die öffentliche Diskussion eingebracht. Eine kleine Auswahl solcher Stellungnahmen von unseren Mitgliedern finden Sie unten in diesem Newsletter. 
Im Zuge der Debatten wurde auch die Flüchtlingsforschung selber ein Thema, indem deren Notwendigkeit zunehmend erkannt wird. So berichtete die DPA in einem kurzen Artikel über das Netzwerk Flüchtlingsforschung, was unter anderem von Der Welt und Focus in ihren Onlineausgaben aufgegriffen wurde. Auch das Neue Deutschland weist in seiner Serie 'Bildungslexikon' auf das Netzwerk Flüchtlingsforschung hin. So wird die Flüchtlingsforschung als ein eigenes Forschungsfeld sichtbar, wozu wir als Netzwerk auch in Zukunft einen Beitrag leisten wollen.

In einem wichtigen Schritt hin zur Etablierung der Flüchtlingsforschung hat das Netzwerk im September themenspezifische Arbeitskreise eingerichtet. Die Arbeitskreise im Netzwerk Flüchtlingsforschung dienen in erster Linie der Kooperation von Netzwerk Mitgliedern, um sich zu bestimmten Themenbereichen auszutauschen sowie gemeinsame Projekte, Veranstaltungen und Publikationen voranzutreiben. Es sind Zusammenschlüsse durch die aktiv Flüchtlingsforschung aus dem Netzwerk heraus betrieben werden soll. Bisher existieren Arbeitskreise zu folgenden Themen: Afrika, Demokratie, Europa, Gender und lokale Flüchtlingspolitik. Weitere Arbeitskreise sind in Planung. Bei Fragen zu den jeweiligen Arbeitskreisen oder Interesse an einer Kooperation wenden Sie sich bitte an die KoordinatorInnen der AKs.
Zum Anlass des Starts der Arbeitskreise haben wir auch unsere Homepage leicht überarbeitet, um sie übersichtlicher zu gestalten.

Schließlich freut sich das Netzwerk Flüchtlingsforschung über zwei sehr fruchtbare Kooperationen. Der FlüchtlingsforschungsBlog hat gerade begonnen, eine Reihe von ausgewählten Beiträgen zu veröffentlichen, die in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitspolitik-Blog erscheinen. In der Reihe wird es um den Zusammenhang von Flucht und Asyl mit Sicherheit im weitesten Sinne gehen. 
Zudem kooperieren das DFG Netzwerk 'Grundlagen der Flüchtlingsforschung' und der AK Flucht und Gender im Netzwerk Flüchtlingsforschung mit der Hochschule RheinMain für einen Workshop zu “Flucht, Gender, Menschenrechte. Neue Herausforderungen für die Soziale Arbeit.” Der Workshop wird von Netzwerk Mitglied Sybille De La Rosa organisiert und findet vom 27. bis 28.11. in Wiesbaden statt.


Vielen Dank für Ihre Interesse!

J. Olaf Kleist
für das Netzwerk Flüchtlingsforschung


Wir freuen uns über Ihre Ideen und Anregungen unter info@fluechtlingsforschung.net   
Das Netzwerk Flüchtlingsforschung
freut sich, 9 neue Mitglieder begrüßen zu können:
Dr. Cordula Dittmer
Sarah J. Grünendahl, M.A.
Dr. Ingo Haar
Prof. Dr. Hans Hanning Hahn
David Hamann, M.A.
Dr. Alisha Heinemann
Prof. em. Dr. Jürgen Nowak
Prof. Dr. Nausikaa Schirilla
Christoph Wenzel 
--

Netzwerk Mitglied 
Dr. Christiane Fröhlich hat 
eine Vertretungsprofessur für 
Internationale Politik und 
Friedensforschung and der 
Helmut-Schmidt-Universität 
der Bundeswehr, Hamburg
aufgenommen.

Netzwerk Mitglied Dr. Anne 
Koch ist nun wissenschaftliche 
Mitarbeiterin in einem 
Forschungsprojekt zu Flucht-
bewegungen und Entwicklungs-
zusammenarbeit der 
Forschungsgruppe Globale 
Fragen der Stiftung 
Wissenschaft und Politik.
--
Weitere Informationen zu den 74 Mitgliedern des Netzwerks, einschließlich Ihrer Arbeitsschwerpunkte und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf unserer Homepage unter http://fluechtlingsforschung.net
/mitglieder/
In den letzten Monaten haben sich viele unserer Mitglieder in die mediale Debatte um die Situation von Flüchtlingen und über Flüchtlingspolitik eingebracht. Hier eine kleine Auswahl:

Petra Bendel
Im Rundschau-Magazin des Bayerischen Fernsehens am Montag, den 20. April 2015 um 21.45 Uhr (Interview) 
Link

Faktencheck zu „Hart aber Fair“ am Montag, den 31. August (zitiert)
Link 

B2-Regionalzeit-Interview zu kommunaler Flüchtlingsintegration (Interview)
Link

Marcel Berlinghoff
„Die Welt war schon immer in Bewegung“ in Berliner Zeitung am 24.09.2015 (zitiert)
 
„As Europe embraces Syrians, a cooler reception for other refugees” in Christian Science Monitor am 25.9.2015 (zitiert) 
Link
 
« Mobilisation pour les refugies: l'Allemagne releve le defi » in telerama.fr am 28.09.2015 (zitiert)
Link
 
J. Olaf Kleist
“Natürlich schaffen wir das”, Die Zeit, Nr 35, 27.08.2015, S. 17. (zitiert)
 
Smuggling gangs are a symptom, not the cause, Deutsche Welle Online, 28.08.2015.(zitiert)
Link 
 
Migrant Crisis, BBC News (TV), at five, 01.09.2015. (Interview)
Link
 
Ulrike Krause
Netzwerk soll Flüchtlingsforschung voranbringen, DPA Bericht, abgedruckt in WeltFokus und FNP. (zitiert)

Geschlecht und Asyl: Frauen und Kinder zuletzt, Spiegel Online, 09.09.2015 (zitiert)
Link 
 
Volker Land
Im Boot war niemals Platz, in: DIE ZEIT, Nr. 34, 20. August 2015, S. 14. (Artikel)
Link 

Jochen Oltmer
»Begriff Völkerwanderung: Es sind Bilder, die ins Dunkle weisen«, Süddeutsche Zeitung/sueddeutsche.de, 30. September 2015 (Interview)
Link

»Asylrechts-Reform in Deutschland. Historiker kritisiert Restriktionen für Flüchtlinge«, Deutschlandradio Kultur, 29. September 2015, (Interview)
Link

»Was Flüchtlinge genau bei uns tun, ist unklar«, Die Welt, 21. September 2015 (Interview)
Link
 
Albert Scherr
Bosnien-Herzegowina kein sicherer Herkunftsstaat, Mediendienst Integration (Gastkommentar)
Link

 

Der FlüchtlingsforschungsBlog hat mehrere spannende Beiträge publiziert:

Sybille De La Rosa
Grenzen der Demokratie? Eine kritische Perspektive auf die Mediendebatte zu Flüchtlingen 

Marcel Berlinghoff
Über die „Grenzen der Aufnahmefähigkeit“ hinaus

Florian Trauner
Grenzkontrollen und Flüchtlingsschutz: im Schwitzkasten nationaler Interessen

Dana Schmalz
Von sichtbarer und unsichtbarer Gewalt. Politik an der Grenze

Serhat Karakayali und
J. Olaf Kleist
Ein Europa der Flüchtlingshilfe? Flüchtlingspolitik der Ehrenamtlichen

Marcus Engler
Europäische Flüchtlingspolitik: Und sie bewegt sich doch

Johannes M. Becker und
Ulrike Krause
Flucht und ihre Ursachen

J. Olaf Kleist
Boat People: Der Flüchtling und das Meer

Bernd Parusel
Was tun mit den Kindern auf der Flucht?

Claudia Engelmann
Einigung durch die Hintertür? Neuer Versuch einer EU-weiten gemeinsamen Liste sicherer Herkunftsstaaten
Aktuelle Beiträge des FlüchtlingsforschungsBlogs finden Sie unter http://fluechtlingsforschung.net
/blog/
 wo Sie Beiträge auch per Email abonnieren können.
Mehrere Publikationen unserer Mitglieder zu Flucht und Zwangsmigration werden neu auf unserer Homepage aufgeführt:
 
J. Olaf Kleist: Warum 
weit weniger Asylbewerber 
in Europa sind, als 
angenommen wird: 
Probleme mit Eurostats 
Asylzahlen
J. Olaf Kleist: L’histoire de deux mémoires, ou comment l’Australia Day est devenu une commémoration de l’immigration

Ulrike Krause: Nachhaltige Entwicklung und Menschenrechtsschutz für Flüchtlinge? Eine Diskussion am Beispiel Ugandas
 
Jochen Oltmer: Der lange Marsch. Europa im globalen Wanderungsgeschehen
 
Albert Scherr: Abschiebungen. Verdeckungsversuche und Legitimationsprobleme eines staatlichen Gewaltakts.
 
Albert Scherr: Kommentar: Staatsgrenzen als Grenzen der Hilfe


Janna Weßels: Case comment: European Court of Human Rights, Case of M.E. v Sweden
 
Janna Weßels/Uwe Hunger: Ein langfristiges Konzept fehlt - Wie Europa auf die Flüchtlingskatastrophen reagiert 

 

Sie finden detaillierte Informationen zu diesen und anderen Publikationen unserer Mitglieder unter http://fluechtlingsforschung.net/
publikationen/
Wir möchten Sie gerne auf folgenden Veranstaltungen aufmerksam machen:


Flucht, Gender, Menschenrechte. Neue Herausforderungen für die Soziale Arbeit.
Organisiert von Sybille De La Rosa; veranstaltet in Kooperation mit Netzwerk 'Grundlagen der Flüchtlingsforschung' und dem AK Flucht und Gender.
Datum: 27.-28.11.2015, Ort: Hochschule RheinMain, Gebäude C, Raum C 105
Mehr Informationen
 
Ringvorlesung: Konflikte in Gegenwart und Zukunft: Flucht - Zwangsmigration - Asyl
Zentrum für Konfliktforschung der Philipps Universität Marburg; jeweils Montags um 18.30 Uhr in Raum +1/0010 des Hörsaalgebäudes (Biegenstraße 14, 35037 Marburg).
Mehr Informationen

Mitglieder halten in den kommenden Wochen folgende Vorträge:


Marcel Berlinghoff
- „Geschichte der Migrationspolitik in Deutschland“ Landeszentrale für Politische Bildung BW, Bad Urach, 10. Oktober 2015
- „Historische Perspektiven auf Flucht und Vertreibung“, Friedrich-Ebert-Gedenkstätte, Heidelberg, 22. Oktober 2015
- „Deutsche und europäische Migrationspolitik zwischen Freizügigkeit und Flüchtlingsaufnahme“, VHS Webinar, 11. November 2015

J. Olaf Kleist
- 19.11.2015, 1 pm: Volunteering with Refugees in Germany: Towards a Society of Welcome?, Compas, Oxford.
- 26.11.2015, 16 Uhr: Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe und die Willkommensgesellschaft: Motive, Strukturen und Herausforderungen, HS Niederrhein, Mönchengladbach.
- 28.11.2015, 15.30: Alternativen zu Dublin-Rückführungen und zur Quotenregelung: Wie lässt sich ein flüchtlingsgerechter Lastenausgleich in Europa organisieren?, Politik für Flüchtlinge statt gegen Flüchtlinge. Ansätze für eine Humanisierung der europäischen Flüchtlingspolitik, Tagung der Evangelischen Akademie Loccum, 27.-29. November 2015.
 
Ulrike Krause
"Die Krise des globalen Flüchtlingsschutzregimes", 19.10.2015, Ringvorlesung „Flucht, Asyl, Zwangsmigration“ Zentrum für Konfliktforschung, Uni-Marburg
- „Gender und Flüchtlingslager - eine internationale Perspektive“, 27.11.2015, Workshop, organisiert von Prof. Karin Scherschel,  Flucht, Gender, Menschenrechte. Neue Herausforderungen für die Soziale Arbeit.
 

 
Das Netzwerk Flüchtlingsforschung lebt von den Beiträgen seiner Mitglieder und anderer Interessierter.

Wir möchten Sie daher bitten, uns über Veranstaltungen und andere interessante Nachrichten in Kenntnis zu setzen, damit wir solche Informationen weitergeben können: http://fluechtlingsforschung.net/uber-netzwerk-fluchtlingsforschung


Sollten Sie selber zu Flucht und/oder Zwangsmigration forschen, laden wir Sie zudem herzlich ein, dem Netzwerk beizutreten und uns Details zu Ihren Forschungsprojekten und Publikationen zu senden: http://fluechtlingsforschung.net/mitglied-werden/

Sollten Sie Fragen oder Anregungen zum Netzwerk Flüchtlingsforschung haben, so kontaktieren Sie uns bitte unter info@fluechtlingsforschung.net
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Verantwortlich für den Newsletter: J. Olaf Kleist
Unsere Anschrift lautet:
Netzwerk Flüchtlingsforschung
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Universität Osnabrück
Osnabrück 49069
Germany
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