Copy
Neuigkeiten vom Netzwerk Flüchtlingsforschung

Newsletter Nr. 27

Oktober 2017

 

Die Bundestagswahlkampf liegt hinter uns, die Koalitionsverhandlungen sind im vollen Gange. Durchweg stehen Flucht und Flüchtlinge ganz oben auf der politischen Agenda. Auch die Flüchtlingsforschung hat sich in diese Debatten eingebracht. Mitglieder des Netzwerks Flüchtlingsforschung haben in den Medien Einschätzungen zu den Auseinandersetzugen gegeben. Auf dem FlüchtlingsforschungsBlog erschien ein Beitrag, in dem die Wahlprogramme der großen Parteien unter die Lupe genommen wurden. Auch Einordnung der flüchtlingspolitischen und -rechtlichen Entwicklungen finden sich auf dem FlüchtlingsforschungsBlog (hier, hier und hier). Die Flüchtlingsforschung befasst sich nicht nur mit einem nach wie vor hoch aktuellen Thema, vielen Wissenschaftler*innen in dem Feld ist der Transfer zwischen Forschung einerseits und Politik und Praxis auf allen Ebenen andererseits eine wichtige Motivation. Dem Netzwerk Flüchtlingsforschung ist  als Plattform für Flüchtlingsforscher*innen ein solcher Austausch ein Anliegen. Ohne selber Einschätzungen oder Stellungnahmen abzugeben, möchten wir auf die vielfältige Forschungslandschaft hinweisen, in der gerade in den letzten Jahren Erkenntnisse  gewonnen wurden zu Hintergründen und Erfahrungen von Flucht, zu Flüchtlings-, Migrations- und Grenzpolitik, zu Aufnahme, Flüchtlingsrecht und Integration sowie zu vielen weiteren Aspekten. Hinweise auf Forschungsprojekte, Publikationen und unsere Mitglieder finden Sie auf unserer Homepage.
Darüber hinaus fördert das Netzwerk Flüchtlingsforschung den Austausch und Kooperationen zwischen seinen Mitgliedern und mit anderen Wissenschaftler*innen. So ist der Arbeitskreis Flucht und Sprache an einer Tagung zu Linguistic Diversity and Asylum am Max-Planck-Institut zur Erforschung Multireligiöser und Multiethnischer Gesellschaften in Göttingen beteiligt. Der Arbeitskreis Flucht und Arbeit veranstaltet in Berlin einen Workshop zu Konzepten, Theorien und Paradigmen. Mehrere Mitglieder des Netzwerks sind zudem an der Konferenz Diktatur und Exil im Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold beteiligt, und weitere Mitglieder an einem Workshop zur Willkommenskultur in der deutschen Migrationsgesellschaft an der LMU München. Das Feld der Flüchtlingsforschung wächst stärker zusammen und legt so Grundlagen für neue Ansätze, Theorien und Erkenntnisse – die dann vielleicht für Politik und Praxis von Relevanz und Interesse sein mögen. Die Flüchtlingsforschung bleibt so auch jenseits von Wahlkämpfen immer aktuell.

Vielen Dank für Ihr Interesse am Netzwerk Flüchtlingsforschung!

J. Olaf Kleist
für das Netzwerk Flüchtlingsforschung

Wir freuen uns über Ihre Ideen und Anregungen unter info@fluechtlingsforschung.net   
Das Netzwerk Flüchtlingsforschung freut sich, 17 neue Mitglieder begrüßen zu können:
Altrogge, Judith
Bauer, Christina
Dr. Buser, Verena
Dr. Hermes, Stefan
Khan-Gökkaya, Sidra
Kilian, Juri
Dr. Kühn, Bärbel
Lange, Jan
Matthes, Stephanie
Dr. Rachlitz, Anna
Riemer, Lena
Röing, Tim
Dr. Schmiedel, Ulrich 
Schneider, Matthias
Dr. Stiller, Juliane
Dr. Trkulja, Violeta
Vozmiller, Ksenija

Weitere Informationen zu den 292 Mitgliedern des Netzwerks, einschließlich Ihrer Arbeitsschwerpunkte und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf unserer Homepage unter http://fluechtlingsforschung.net
/mitglieder/

Diktatur und Exil – Diktaturerfahrungen der Russlanddeutschen in vergleichender Perspektive

Konferenz | 30.11. - 01.12.2017 | Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte, Detmold

Mit mehreren Mitgliedern des Netzwerks Flüchtlingsforschung, u.a. Mitorganisator der Konferenz Jannis Panagiotidis

Mehr Informationen und Programm


Willkommenskultur in der deutschen Migrationsgesellschaft: Flucht, Asyl und Regulierungspraxis

Workshop am Institut für Ethnologie der LMU München
2. und 3. Februar 2018
Deadline 20. Oktober 2017
 

Seit dem "Wir schaffen das" sind zwei Jahre vergangen. Es ist viel passiert, wie die Vorfälle zum Jahreswechsel 2015/16 in Köln oder die Anschläge in Würzburg, Ansbach und Berlin im Verlauf des Jahres 2016. Trotz der problematisierenden Diskurse sind nach wie vor viele Menschen als Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit engagiert. Der Workshop möchte das Thema aufgreifen, aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und vor dem Hintergrund der aktuellen Situation mit den Werkzeugen und Begriffskonjunkturen der rezenten kulturwissenschaftlichen Migrationsforschung konfrontieren: Was ist von der Willkommenskultur geblieben? Wie hat sich der gesellschaftliche Umgang mit Geflüchteten in Deutschland entwickelt?

Wir sind an Beiträgen interessiert, die theoretisch-konzeptionelle Überlegungen überzeugend mit Empirie und Ethnographie verbinden. Der Workshop richtet sich in erster Linie an Doktorandinnen und Doktoranden der verschiedenen Disziplinen der Flüchtlingsforschung. Beiträge, die auf die folgenden Leitfragen eingehen, aber auch darüber hinaus die komplexen Felder Migration, Flucht und Asyl diskutieren, sind herzlich willkommen.


Mehr Informationen

 

 

Der FlüchtlingsforschungsBlog hat eine Reihe neuer Beiträge publiziert:

Nula Frei und Constantin Hruschka
Umgehung des Refoulement-Verbots oder Kampf gegen ‚illegale Migration’?

Dana Schmalz
Die Identifikation Einzelner – Gedanken zum EGMR-Urteil im Fall N.D. und N.T.

Lena Riemer
Draußen bleiben! – Libyens Sperrung der “Such- und Rettungszone” für NGO-Rettungsschiffe als Verstoß gegen das Völkerrecht

Keep out! – Libya’s “Search and Rescue Region” to ban NGO rescue vessels violates international law

Jonas Freist-Held, Thore Hagemann, Lucas Rasche und Natalie Welfens 
Flüchtlingspolitik in Wahlprogrammen zur Bundestagswahl 2017
Alle Beiträge des FlüchtlingsforschungsBlogs finden Sie unter http://fluechtlingsforschung.net
/blog/
 wo Sie Beiträge auch per Email abonnieren können.
Folgende Vorträge halten Mitglieder aus dem Netzwerk in den kommenden Wochen und Monaten:


Pascal Bächer
 
28.09.2017
„Wenn du nichts machst, dann wirst du verrückt.“ – Lebenswelt(en) und Alltag junger geflüchteter Menschen im ländlichen Raum
"Jung. Geflüchtet. An(ge)kommen? – Perspektiven der (offenen) Jugendarbeit im ländlichen Raum im Kontext Flucht und Asyl"
 Beiträge im Rahmen des Integrationskongresses des Landkreises Vechta
 

J. Olaf Kleist
 
7.11.2017: Ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit im Wandel,
Vortragsreihe „Engagiert mit Geflüchteten“, Universität Osnabrück.

21.11.2017: Migration und Flüchtlingspolitik
Kano Suryoyo e.V., Universität Paderborn.

30.11.2017: Syrische Flüchtlinge, politisches Asyl und Erinnerungen an Vertreibung,
Konferenz „Diktatur und Exil – Diktaturerfahrungen der Russlanddeutschen in vergleichender Perspektive“, Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte, Detmold.

8.12.2017: A New Refugee Policy Order,
„After the Crisis“ Workshop, University of Tübingen.


Ulrike Krause

25.10.2017: “Die Flüchtling. Genderreflexible Zugänge zu Gefahren, Schutz und Agency.“ Universität Siegen.

 
Mehrere Publikationen unserer Mitglieder zu Flucht und Zwangsmigration werden neu auf unserer Homepage aufgeführt:

Barbian, Nikolaus / Oltmer, Jochen (2017): Flucht, Vertreibung und Umsiedlung im Umfeld des Zweiten Weltkrieges, in: Buchners Kolleg Geschichte. Ausgabe Niedersachsen, Abitur 2019, Bamberg: C.C. Buchner 2017, S. 140–203.
 
Engler, Marcus 2017: Libyen: Ein schwieriger Partner der Europäischen Migrationspolitik. focus Migration/Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien der Universität Osnabrück, Bundeszentrale für politische Bildung, Osnabrück, Bonn.
 
Fleischmann, Larissa/ Steinhilper, Elias (2017): 'The Myth of Apolitical
Volunteering for Refugees. German Welcome Culture and a New Dispositif
of Helping'. In: Social Inclusion, 5 (3), 17-27.
 
Gericke, D. / Pundt, L. / Deller, J. (2017). Wie aus Geflüchteten Kollegen werden! Das In-Mind Magazin, 3. Link
 
Goebel, Simon (2017): „Aus einem völlig anderen Kulturkreis“. Wie in politischen Talkshows über Geflüchtete gesprochen wird, in: iz3w – Zeitschrift zwischen Nord und Süd, 361, Juli/Aug 2017, S. 40-42.
 
Hanewinkel, Vera / Oltmer, Jochen (2017): Deutschland (Focus Migration. Länderprofile), Berlin 2017, 22 S., Link
 
Hilz, Wolfram / Saracino, Daniele (Hg.) (2017):  Nordic Perspectives on the European Asylum System. The cases of Sweden and Finland, Baden-Baden: Tectum Verlag.
Link

Krause, Ulrike (2017), 'How do discussions of refugee self-reliance frame refugees? (And why does this matter?)', in Evan Easton-Calabria (ed.), Refugee Self-Reliance. Moving Beyond the Marketplace, RSC Research in Brief No. 7 (Oxford: RSC), 2. Link
 

Oltmer, Jochen (2017): Deutsche Migrationsverhältnisse im europäischen Kontext seit dem Zweiten Weltkrieg, in: Frank Gesemann/Roland Roth (Hg.), Handbuch Lokale Integrationspolitik, Wiesbaden: Springer VS 2018, S. 57–73.
 
Oltmer, Jochen (2017): Einwanderungsland Deutschland. Deutsche Migrationsverhältnisse seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in: Schüler. Wissen für Lehrer, 17. 2017, S. 48–51.
 
Parusel, Bernd (2017): Unaccompanied minors in the European Union – definitions, trends and policy overview, Social Work & Society, 15(1). Link
  
Parusel, Bernd (2017): Circular migration and the need to define and measure it, Migration Policy Practice, VII/2, 38-43. Link
 
Steinhilper, Elias (2017): 'Politisiert in der Migration, vernetzt in
der Stadt. Transnationaler politischer Protest von Geflüchteten in
Berlin', Forschungsjournal Soziale Bewegungen, 30 (3), 76-86.
 
Steinhilper, Elias/ Gruijters, Rob (2017): 'Border deaths in the
Mediterranean: What we can learn from the latest data', Oxford Law
Faculty's Border Criminologies Blog. Link

Sie finden detaillierte Informationen zu diesen und anderen Publikationen unserer Mitglieder unter http://fluechtlingsforschung.net/
publikationen/
Eine kleine Auswahl an Medienbeiträgen aus dem Kreis der Netzwerk Mitglieder:


Engler, Marcus: Interview zum EuGH-Urteil zur Umverteilung von Asylbewerbern, Hessischer Rundfunk (HR2 Kultur) Der Tag, 17. September 2017.
 
Goebel, Simon: Die Aufreger unter den Medienformaten. Analyse: Flucht und Migration in Talkshows. Interview von Jürgen Grosche. clavis, Migration und Medien. Mut zur Vielfalt, 01/2017, S. 12f. Link
 
Kleist, J. Olaf:  Warum eine erfolgreiche Integrationspolitik Familiennachzug braucht,
Tagesspiegel Causa, 11.10.2017. Link
gekürzt: Der Tagesspiegel, 13.10.2017, S. 8.
 
Kleist, J. Olaf: „Wir schaffen das“
Interview mit Katrin Rönicke, Piqd Podcast, 15.9.2017. Link
 
Kleist, J. Olaf: „Es gibt keine Patentrezepte für alle“
Interview mit Parvin Sadigh, Zeit Online, 14.9.2017. Link
 
Oltmer, Jochen: »Abwanderung der kritischen Geister aus der Türkei. Der türkische Braindrain und die Folgen. Kulturgespräch mit Prof. Jochen Oltmer« (Interview), Sendung »Journal am Morgen«, Südwestrundfunk (SWR 2), 8. August 2017. Link
 
Oltmer, Jochen: »Flucht vor Erdogans Politik. Nach den Unruhen in ihrer Heimat flüchten viele türkische Intellektuelle ins Ausland. Was bedeutet das für die Türkei? Ein Gespräch mit dem Migrationsforscher Jochen Oltmer« (Interview), Norddeutscher Rundfunk (NDR Kultur), 14. August 2017, Link
 
Oltmer, Jochen: »Die Sorgen der Deutschen. Weniger Angst vor der Flüchtlingskrise« (Interview), Handelsblatt, 25. August 2017. Link
 
Das Netzwerk Flüchtlingsforschung lebt von den Beiträgen seiner Mitglieder und anderer Interessierter.

Wir möchten Sie daher bitten, uns über Veranstaltungen und andere interessante Nachrichten in Kenntnis zu setzen, damit wir solche Informationen weitergeben können: http://fluechtlingsforschung.net/uber-netzwerk-fluchtlingsforschung


Sollten Sie selber zu Flucht und/oder Zwangsmigration forschen, laden wir Sie zudem herzlich ein, dem Netzwerk beizutreten und uns Details zu Ihren Forschungsprojekten und Publikationen zu senden: http://fluechtlingsforschung.net/uber-netzwerk-fluchtlingsforschung/#Mitglied

Sollten Sie Fragen oder Anregungen zum Netzwerk Flüchtlingsforschung haben, so kontaktieren Sie uns bitte unter info@fluechtlingsforschung.net
Copyright © 2014 Netzwerk Flüchtlingsforschung, All rights reserved.
Verantwortlich für den Newsletter: J. Olaf Kleist
Unsere Anschrift lautet:
Netzwerk Flüchtlingsforschung
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Universität Osnabrück
Osnabrück 49069
Germany
Email Marketing Powered by Mailchimp
Dieser Newsletter wurde auf unserer Homepage mit Ihrer Email Adresse abonniert.
Sollten Sie diesen Newsletter nicht oder nicht mehr beziehen wollen,
so haben Sie folgenden Möglichkeiten:
 Abonnement kündigen | Details des Abonnements ändern 







This email was sent to <<E-Mail Addresse>>
why did I get this?    unsubscribe from this list    update subscription preferences
Netzwerk Flüchtlingsforschung · Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) · Universität Osnabrück · Osnabrück 49069 · Germany

Email Marketing Powered by Mailchimp