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news #02/21

Unsere heutigen Themen: 
  1. Vorwort: Mantelverordnung erneut auf Prüfstand
  2. Resümee der re!source Jahreskonferenz in baulinks
  3. Neues Europäisches Bauhaus sucht kreative Lösungen
  4. Update: Urban Mining am Rathaus Korbach
  5. Roland Berger Unternehmensberatung thematisiert Kreislaufwirtschaft in der Bauwirtschaft
  6. Europäisches Parlament will mehr Kreislaufwirtschaft
  7. Neues Abfallvermeidungsprogramm betont Kreislaufwirtschaft
  8. Design des CO2-Grenzausgleichsmechanismus nimmt Form an
  9. Öffentliche Anhörung zur „Bauwende“
  10. Ressourcenschonung im Gesundheitssektor empfiehlt nachhaltiges Bauen
  11. Offenlegungspflicht für Nachhaltigkeitsrisiken ab März
  12. Sustainable-Finance-Beirat präsentiert Abschlussbericht
  13. Neu: Registrierung von Batterien beim Elektro-Altgeräte Register
  14. Termine

Mantelverordnung erneut auf Prüfstand


Liebe Leserinnen und Leser,

Die Mantel- und Ersatzbaustoffverordnung für die bundeseinheitliche Verwertung von mineralischem Bauabbruch und industriellen Altprodukten wird nach der Änderung der Bundesratsvorlage und Einspruch des Bundesinnenministers erneut verhandelt. Dazu findet zurzeit eine Anhörung von Verbänden und Interessengruppen statt, zu der die re!source Stiftung ebenfalls eingeladen worden ist.

Aus unserer Sicht müssen Deponierung und Downcycling künftig reduziert und mittelfristig ver-mieden werden. Abfall ist grundsätzlich ein Designfehler und aus Gründen des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung zu vermeiden. „Ersatzbaustoffe“ sind schon begrifflich der falsche Ansatz, und Recyclingbaustoffe sind zu vollwertigen Baustoffen zu qualifizieren. Das Baurecht und dessen kommunale Umsetzung sind dazu wie das bestehende Abfallrecht grundsätzlich im Sinne einer echten zirkulären Wertschöpfung zu reformieren. Diese Aspekte sind durch die lange Zeit der Kompromissfindung über 15 Jahre in der vorliegenden Verordnung deutlich zu kurz gekommen.

Auch die Hersteller von Bauprodukten und Baustoffen müssen als heute Verantwortung übernehmen. Produkte dürfen nur dann in den Markt gebracht werden, wenn sie und die zugehörigen Prozesse kreislauffähig und frei von schädlichen Inhaltsstoffen sind. Die Rückführung in die Kreisläufe muss auch für Bauprodukte von Herstellerseite oder deren Anwendern gewährleistet werden. Bereits heute ist die Realisierung praxistauglich umgesetzt z.B. bei Elektrogeräten, Beleuchtung, PV Anlagen und Fenster. Die Ökodesign-Verordnung und die Bauproduktenverordnung bieten hierfür europäische und nationale Rahmenbedingungen und die Bauindustrie erkennt zu-nehmend auch den wirtschaftlichen Nutzen, etwa bei der Sicherung der Rohstoffverfügbarkeit.

Der grundsätzlich positive Ansatz der Mantelverordnung, einheitliche Rahmenbedingungen zu schaffen ist zu begrüßen. Daher sollte der vorliegende Kompromiss zügig umgesetzt werden. Darauf aufbauend muss entsprechend der Ressourcenwende in der Bau- und Immobilienwirtschaft in absehbarer Zeit novelliert werden. Eine wichtige Aufgabe in der nächsten Legislaturperiode.

Viel Vergnügen beim Lesen wünschen
Annette von Hagel und Rolf Brunkhorst (Geschäftsführende Vorstände)
Ressourcenwende

Resümee der re!source Jahreskonferenz in baulinks


Das Baubranchen-Portal baulinks berichtete jüngst ausführlich über die Ergebnisse der re!source Jahres vom November 2020. Dabei geht es nicht nur um die politische Botschaft zum Stand der Umsetzung einer Ressourcenwende in der Bau- und Immobilienwirtschaft. Auch über die zahlreich präsentierten wissenschaftlichen Ansätze zur Umsetzung des zirkulären Denkens und Handelns in der Bauwirtschaft wird berichtet. Darüber hinaus werden die Konferenzbeiträge zur Digitalisierung in der Bauwirtschaft und zum Einfluss der Finanzbranche auf den Bausektor im Themenfeld Sustainable Finance beleuchtet.

Neues Europäisches Bauhaus sucht kreative Lösungen


Mit ihrer Initiative „New European Bauhaus“ möchte die EU-Kommission den „Green Deal“ als umfassenden partizipativen Ansatz unterstützen, um eine Verknüpfung der ökologischen Wende der Industriegesellschaft mit den Lebensräumen der Menschen herzustellen. Unter Beteiligung möglichst vieler gesellschaftlicher Gruppen soll das „Neue Europäische Bauhaus“ Wege und Lösungen finden, um „künftige Lebensräume erschwinglicher und zugänglicher“ zu gestalten. Zugleich sollen in engem Schulterschluss von Spezialisten Ansätze für „nachhaltiges Leben in Europa und weltweit“ bei verbesserter Lebensqualität gefunden werden. Weiterlesen

Update: Urban Mining am Rathaus Korbach


In ihrer Januar-Ausgabe berichtete die DBZ über das Urban Mining Konzept am Rathaus Korbach. Ziel des Projektes war es, den über 40 Jahre alten Anbau des Rathauses als Rohstofflager für einen Neubau zu nutzen. Das Konzept dieses Ansatzes stammt von Anja Rosen, Gründungsmitglied der re!source Stiftung (dazu re!source News von 10-2019). Weiterlesen

Roland Berger Unternehmensberatung thematisiert Kreislaufwirtschaft in der Bauwirtschaft


Die Unternehmensberatung Roland Berger thematisiert die Chancen der Kreislaufwirtschaft im Bauwesen in einem Beitrag auf ihrer Website. Nach dem Denkmodell der Berater entstünde auf der Basis von zehn innovativen Geschäftsmodellen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Bauwirtschaft ein globales Marktvolumen von 600 Mrd. Euro bis 2025 bei einer jährlichen Wachstumsrate von 12%. Auf Europa würde ein Marktanteil von 240 Mrd. Euro entfallen. Weiterlesen
Politik

Europäisches Parlament will mehr Kreislaufwirtschaft


In einer Entschließung vom 10.2.2021 fordert das EU-Parlament die Kommission in rund 130 nummerierten Punkten unter anderem dazu auf, alle Gesetzgebungsvorschläge aus dem „Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft“ von 2020 auf eine „umfassende Folgeabschätzung zu stützen“ und auch die „Kosten der Untätigkeit“ (2) zu berücksichtigen. Das Parlament sieht eine „echte“ Kreislaufwirtschaft als zentralen Weg für eine Stärkung der europäischen und globalen Wertschöpfungsketten. Es fordert Kommission und Mitgliedstaaten zu Direktinvestitionen für mehr Kreislaufwirtschaf und Innovation auf und betont die Notwendigkeit für „die vollständige Entkopplung des Wirtschaftswachstums vom Ressourcenverbrauch“ (6). Weiterlesen

Neues Abfallvermeidungsprogramm betont Kreislaufwirtschaft


Das im Jahr 2013 aufgelegte erste Abfallvermeidungsprogramm der Bundesregierung nimmt mit der jetzt vorliegenden Fortschreibung unter dem Titel „Wertschätzen statt Wegwerfen“ aktualisiert. Neben einer Ist-Aufnahme und einem Überblick zu laufenden Forschungsvorhaben steht im dritten Kapitel auch ein Überblick neuerer Entwicklungen und Rahmengesetzgebungen auf der Ebene der EU zum Thema Kreislaufwirtschaft im Fokus. Das vierte Kapitel befasst sich mit Konzepten der Abfallvermeidung; das fünfte stellt Maßnahmen für weniger Abfall vor. Weiterlesen

Design des CO2-Grenzausgleichsmechanismus nimmt Form an


Der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit des EU-Parlaments hat am 4.2.2021 den Entwurf eines Initiativberichts zum Design eines CO2-Grenzausgleichsmechanismus für alle Einfuhren in die EU angenommen. Eine Entscheidung über die Annahme des Berichts soll am 8.3.2021 im Parlament fallen. Die EU-Kommission will im zweiten Quartal einen entsprechenden Gesetzesentwurf bekannt geben. Weiterlesen

Öffentliche Anhörung zur „Bauwende“


Der Bundestagsausschuss Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen führte in seiner 72. Sitzung am 3.3.2021 ab 10:30 eine öffentliche Anhörung zum Thema Ressourcenwende in der Bau- und Immobilienwirtschaft durch. Sitzungsdokumente und Stellungnahmen von Sachverständigen zu den Anträgen von FDP (Nachhaltig bauen – Technologieoffenheit stärken – Bezahlbar wohnen) und Bündnis 90/Die Grünen (Bauwende einleiten – Für eine ressourcenschonende Bau- und Immobilienwirtschaft) befinden sich auf der Website des Ausschusses. Die Sitzung wird zeitversetzt als Videoaufzeichnung unter www.bundestag.de/mediathek abrufbar sein. Als Sachverständige mit dabei ist Prof. Dipl.-Ing. Annette Hillebrandt von der Bergischen Universität Wuppertal, Gründungsmitglied der re!source Stiftung e.V..
Forschung und Wissenschaft

Ressourcenschonung im Gesundheitssektor empfiehlt nachhaltiges Bauen


Rund 5% des gesamten Rohstoffverbrauchs in Deutschland entfallen laut einer jüngst erschienenen Studie des Umweltbundesamtes auf Dienstleistungen des Gesundheitssektors. Dies sind etwa 107 Millionen Tonnen, von denen mit 32 % knapp ein Drittel aus deutschen Rohstofflagern entnommen und mit 68% etwa zwei Drittel importiert werden. Dabei nahm der Konsum von Rohstoffen zwischen 1995 und 2016 um 80% zu, das waren etwa 3,6% pro Jahr. Die Analyse sucht nach Wegen, zum einen die Ressourceneffizienz zu verbessern und zum anderen die Kosten zu senken. Weiterlesen
Sustainable Finance

Offenlegungspflicht für Nachhaltigkeitsrisiken ab März


Am 10.3.2021 tritt die „Nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflicht im Finanzdienstleistungssektor“ in allem Mitgliedsländern der EU als Verordnung EU 2019/288 in Kraft. Ziel ist die harmonisierte „Offenlegung von Informationen gegenüber Endanlegern über die Einbeziehung von Nachhaltigkeitsrisiken, über die Berücksichtigung nachteiliger Nachhaltigkeitsauswirkungen und nachhaltiger Investitionsziele oder über die Bewerbung ökologischer oder sozialer Merkmale bei Investitionsentscheidungen und im Beratungsprozess“. Die EU möchte so bestehende Informationsasymmetrien über Nachhaltigkeitsrisiken von Finanzanlagen zwischen Auftragnehmern und Auftraggebern beheben. Eine wichtige Assetklasse sind Immobilien, die zusätzliche Bewertungskriterien bzgl. Nachhaltigkeit und Klimaschutz erhalten werden. Weiterlesen

Sustainable-Finance-Beirat präsentiert Abschlussbericht


Der Sustainable-Finance-Beirat der Bundesregierung präsentiert in seinem Abschlussbericht 2021 an die Bundesregierung 31 Empfehlungen für „Ein nachhaltiges Finanzsystem für die Große Transformation“. Die ambitionierten Empfehlungen des interdisziplinär besetzten Expertengremiums betreffen unterschiedliche Bereiche wie Politikrahmen (5 Vorschläge), Berichterstattung (9), Wissensaufbau (4), Finanzprodukte (7) und Verstetigung (6). Adressiert sind die Empfehlungen an Finanzwirtschaft, Realwirtschaft und Politik. Weiterlesen
Best Practice

Neu: Registrierung von Batterien beim Elektro-Altgeräte Register


Seit dem 1.2.2021 müssen sich Hersteller und Importeure von Batterien beim Elektro-Altgeräte Register (Stiftung ear) registrieren lassen. Das neue Verfahren ersetzt das bislang übliche Anzeigeverfahren beim Batterieregister des Umweltbundesamtes. Unabhängig von Registrierung und Mengenmeldung bleibt ist auch das Thema der Batterie-Entsorgung bedeutend, um den Gedanken der Kreislaufwirtschaft in diesem Segment umzusetzen. Hier kommt die Elektro-Altgeräte Garantie GmbH ins Spiel. Weiterlesen

Termine


5.10.2021 – re!source Jahreskonferenz in Berlin



Die re!source Jahreskonferenz 2021 wird für den 5.10. als persönliche, ganztägige Veranstaltung geplant. Unmittelbar nach der Bundestagswahl sind wieder hochaktuelle Themen aus Politik, Ministerien, Wissenschaft, Finance, Gesellschaft, Wirtschaft und praktische Umsetzungen vorgesehen.
 


5.-7.10.2021 – Kasseler Abfall- und Ressourcenforum mit neuem Termin


Unter der Schirmherrschaft des BMU veranstaltet das private Witzenhausen-Institut in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung das 32. Kasseler Abfall- und Ressourcenforum Corona bedingt nunmehr vom 5.-7.10.2021. Das aktualisierte Programm ist auf der Website verfügbar.
 

Mitgliedschaft

re!source Stiftung e. V. – Werden Sie Mitglied!


Mit Ihrer Mitgliedschaft unterstreichen Sie die Verantwortung Ihres Unternehmens oder Ihrer Organisation im Kernbereich des nachhaltigen Ressourceneinsatzes.
  • Die politische Willensbildung und Umsetzung können mitgestaltet und somit langfristig wirkende Marktentwicklungen aktiv begleitet werden.
  • Sie sind eingeladen, die Kommunikationswege der re!source in einem starken Netzwerk mitzunutzen und zu einem wirkungsvollen Agendasetting beizutragen.
  • Die wirtschaftlichen Potenziale der Ressourcenwende werden entwickelt und können für Sie zum First-Mover-Vorteil werden.
  • Sie können an Forschungsprojekten mit hochkarätigen Fachleuten, Lehrstühlen und Instituten mitwirken.
Nähere Informationen auf der Website der re!source Stiftung e.V.
 
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