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UNISON Newsletter | 14-02 | Leichtigkeit führt
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Irgendwo in der Mitte des poetischen Märchens vom silbernen Einhorn (siehe Buch-Tipp des Monats) sagt das anmutige Fabelwesen zu einem wilden Stier: "Wusstest du nicht, dass das Leichte dem Schweren überlegen ist?" Und ein paar Zeilen weiter: "Vergiss nie: Alles ist nur ein Spiel. (...) Wer sich bewusst ist, dass alles nur ein Spiel ist, verliert nie die Freude und Leichtigkeit."  

Doch wie gelingt Leichtigkeit? Diese Frage ist für mich ebenbürtig mit der großen philosophischen Fragestellung danach, wie Leben gelingt. Wenn ich die Antwort auf die eine Frage finde, dann habe ich auch die Antwort auf die andere. Wie also gelingt Leichtigkeit?
(siehe dazu auch die Übung des Monats). Ein Schlüssel dazu ist sicher, sich selbst in all den eigenen Anliegen und Problemen, Wünschen und Hoffnungen nicht allzu wichtig zu nehmen. Und das hängt ein Stück weit auch vom Lebensalter ab...

Der Saarbrücker Psychologe und Paartherapeut Fritjof Schneider spricht von einem geistigen Gesundheitsmodell, in dem wir - bei einer angenommenen Lebenszeit von 80 Jahren - die ersten 40 Jahre damit verbringen, zu der ersten großen Lebenserkenntnis zu kommen: "Ich bin wirklich wichtig". Das ist der Weg, die eigenen Potenziale, den eigenen Wert und den eigenen Beitrag für die Welt herauszuarbeiten und
liebevoll anzunehmen. Es ist für die Aktualisierung der menschlichen Psyche ein unumgänglicher Schritt, ihre Selbstwirksamkeit und ihren Selbstwert zu erkennen und zu bejahen. Und viele Menschen ringen ein Leben lang mit dieser Entwicklungsaufgabe. Doch ist das nur die halbe Wahrheit.

Nach Schneider dienen die nächsten 40 Jahre, also die ungefähre Altersspanne von  40 bis 80 Jahren, dem Erlangen der zweiten großen Lebenserkenntnis: "Ich bin doch nicht so wichtig". Erst ab da, wo ich mich selbst ein Stück weit relativieren kann, mich selbst nicht mehr so ernst nehmen muss, kann eine wirkliche Leichtigkeit ins (Lebens-)Spiel kommen. Denn erst mit zunehmender Befreiung von all den inneren und äußeren Ansprüchen und Erwartungen an mich und meine Lebensleistung kann ich anfangen, zu spielen. Mein Leben gewinnt in dem Maße die Leichtigkeit des Spiels, wie ich glauben kann, dass es auch ohne all meine Anstrengungen einen Wert besitzt. Dass ich auch ohne Anstrengung meinerseits einen Wert besitze. Dass ich - im doppelten Wortsinn - seinlassen und Sein lassen darf. 

Der Übergang zwischen den beiden Lebensphasen - das Wohlbekannte bricht weg, das Neue hat sich noch nicht gezeigt - ist oft durch eine Zeit großer Verunsicherung und Verwirrung gekennzeichnet. Doch wie es in der griechischen Mythologie heißt:
"Die Eule der Minerva fliegt in der Dämmerung". Das Wappentier der römischen Göttin der Weisheit ist unterwegs in der Zeit, wenn das Dunkel heraufzieht bis dahin, wo es sich beginnt, zu lichten: von der Abend- bis zur Morgendämmerung. Weisheit - im Gegensatz zu Wissen - ist größer als unser logisches Denken. Sie bezieht den ganzen Menschen mit all seinem Erspüren, Erahnen und seiner Intuition mit ein. Und die ist eben oft mehrdeutig und verrätselt. Dämmrig. Nebelhaft.

Ich schreibe über dieses Thema im Monat Februar mit seinen oft nebelverhangenen Morgen, denn ich möchte Sie ermutigen, den Nebel als etwas Fruchtbares
zu begrüßen, aus dem Neues geboren werden kann und will. Eine neue Art des In-der-Welt-seins. Spielerisch. Leicht.

Gerne unterstütze ich Sie auf diesem Weg im monatlichen Philosophischen Salon, wo wir mit Leib und Seele Lebensfragen nachgehen, oder in einem philosophischen Einzelcoaching


Herzlichst, Ihre Alexia Meyer-Kahlen
 
BITTE WEITERSAGEN - im Februar stehen bei UNISON die Zeichen auf Kreativität:
  • Die beliebten Kostproben von Achtsamkeit bis Klang gibt es wieder am 22.2.!
  • Ein ganzer Tag Entdeckungsreise Kreativität im Workshop am 23.2.!
Mehr Infos weiter unten. 
Übung des Monats: 
 
Als "spielerische Übungsanleitung" zum Thema Leichtigkeit möchte ich diesen Monat einen Text der Stuttgarter Künstlerin Simone Vöhse verwenden. Ich freue mich, von den Resultaten dieser Übung auf allen bekannten Kanälen zu erfahren...

Laufen lassen.
Also.
Trotzdem.
Krikelkrakel.
Glück des Augenblicks.
Die Wonnen des Nichtwissens.
So bin ich Königin in meinem Garten.
Teile ausgiebig und gerne.
Lauter, lauter Nichts.
Blickweit.
Sprudelndes Universum.
Dem Zufall folgen.
Spuren.
Spüren.
Erinnern.
Vergessen.
S/ich treiben lassen.
Jetzt.
Prävention von Stress, Erschöpfung und Burnout im Februar:
  • Neue Basisgruppe ACHTSAME SELBSTWAHRNEHMUNG in vier Treffen am Donnerstag 20.02., 27.02., 06.03., 13.03. jeweils von 18 bis 20 Uhr. 
    Was erwartet mich? Schulung von Körper- und Atemwahrnehmung, Etablierung von Wahrnehmungsankern, Stärkung des inneren Beobachters, vertiefte Selbstwahrnehmung mit dem Bodymind / Körpergeist. Übungs-CDs für Zuhause.
    Weitere Termine fürs 1. Halbjahr 2014: Bei Anmeldung der Mindestteilnehmerzahl beginnt alle vier Wochen eine neue Basisgruppe, mit Ausnahme der Hessischen Schulferien.  

    Mehr Info http://www.uni-son.de/meine-angebote/#achtsamkeitsgruppen
Die neue UNISON Stress-Burnout-Seite ist online - HIER nur einen Mausklick entfernt. AUCH freue ich mich über's Weitersagen an alle Freunde, Verwandten, Bekannten, die mit einem Stress-Burnout-Thema unterwegs sind: www.burnout-gelnhausen.de
ZUM VORMERKEN !
  • KOSTPROBEN MEINER ARBEIT zu Stressbewältigung und Burnout-Prävention Samstags um 14 Uhr. 
    Termine fürs 1. Halbjahr 2014: Samstag 22.3., 23.5., 19.7.
     
  • KOMPAKTSEMINAR Stress bewältigen - Burnout vermeiden Sonntag von 10 bis 18 Uhr.
    Termine fürs 1. Halbjahr 2014: Sonntag 23.3., 24.5., 20.7.
    Mehr Info http://www.uni-son.de/meine-angebote/#stressbewaeltigung.
Persönliches Wachstum und Sinnfindung  im Februar:
  • DER ETWAS ANDERE PHILOSOPHISCHE SALON am Samstag 08.02. von 15 bis 18 Uhr. 
    Was erwartet mich? Im etwas anderen philosophischen Salon betreiben wir Sinnsuche mit allen Sinnen. In einem philosophischen Impuls zu einer bestimmten Lebensfrage bewegen wir mit Kopf und Kreiden die Frage und Ihre Konsequenzen für unser eigenes Leben. Sie lernen, Ihre eigenen Fragen zu wagen und Ihnen sinn(en)-haft Ausdruck zu geben. Sie lernen, zu denken wie ein Philosoph und ihre Erkenntnisse umzusetzen wie ein (Lebens-)Künstler. So bunt kann Philosophie sein!
    Mehr Info: http://www.uni-son.de/meine-angebote/#philosophische-gesprache

     
  • Aufbaugruppe RESSOURCENORIENTIERTE SELBSTFÜRSORGE  in vier Treffen am Freitag 14.02.(!), 28.02., 07.03., 14.03. jeweils von 18 bis 20 Uhr. 
    Offen für die Absolventen der Basisgruppe oder eines anerkannten Achtsamkeitstrainings (zB. MBSR-Kurs)
    Mehr Info: http://www.uni-son.de/meine-angebote/#selbstfuersorge

    KOSTPROBEN MEINER ARBEIT zu Persönlichem Wachstum und Sinnfindung am Samstag 22.2. um 14 Uhr. Um persönliche Anmeldung per Telefon oder Mail wird gebeten. 
     
  • KOMPAKTWORKSHOP ENTDECKUNGSREISE KREATIVITÄT am Sonntag 23.02. von 10 bis 18 Uhr. 
    Was erwartet mich? Eine Erfahrungsreise durch die verschiedenen Ausdrucksformen der eigenen Kreativität: Wir malen und schreiben, tönen und klingen, trommeln und tanzen, gestalten und spielen und freuen uns an unserer eigenen Lebendigkeit. Für diejenigen, die sich nicht für eine bestimmte kreative Ausdrucksform entscheiden können oder wollen, und auch für diejenigen, die einfach mal in die Welt kreativen Selbstausdrucks hineinschnuppern wollen. Es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig, außer der Fähigkeit, sich zu freuen!
    Mehr Info: http://www.uni-son.de/meine-angebote/#kreativitatsworkshop (bitte runterscrollen bis zum Kompaktworkshop)
Buch-Tipp des Monats: 

EIN ZAUBERHAFTES UND WEISES MÄRCHEN FÜR ERWACHSENE VOM SOHN DER SCHLAFPUPPEN-ERFINDERIN KÄTHE KRUSE:
Max Kruse: "Das silberne Einhorn. Eine Geschichte vom Wünschen",  Piper Verlag 2013
Impressum
Dr. phil. Alexia Meyer-Kahlen M.F.A.
UNISON Praxis für Einklang
Heinrich-Mahla-Str.14, 63571 Gelnhausen
06051-4959387; info@uni-son.de; 

http://www.uni-son.de

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