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Erwischt - wir haben den Sommer-Newsletter ausgesetzt - wofür es natürlich Gründe gab. Das bedeutet aber auch, dass wir einiges zu berichten haben. Fangen wir also gleich an.
Bevor wir von den Neuigkeiten aus den Projekten erzählen und Eva uns beantwortet, wie Unternehmen es schaffen weniger Einwegplastik zu verwenden, teilen wir erst einmal unsere Freude über unsere Kollektiv-Verstärkung.
Angela, mit der die Reise unserer Vereinsarbeit 2013 begonnen hat, ist zurück an Bord. Neben ihrer Arbeit bei unseren Freund*innen von der matrix Architektur GmbH sorgt sie wieder dafür, mit Abrechnungs- und Finanzcontrolling die Vereinsbasis zu stützen. 
Karolin ist seit Sommer dabei. Sie treibt in erster Linie das Quartiersmanagement des Warnow Valleys voran - und wer weiß, in welche Projekte sie künftig noch eintauchen wird.

DER ERSTE SOMMER IN LOITZ

Annika und Rolando leben nun schon ein halbes Jahr in der Gemeinde an der Peene. Auf ihrem Instagram-Kanal und der Website kann man weiterhin verfolgen, was die beiden so erleben. Mittlerweile haben die zwei in der Siebdruckwerkstatt schon einige Workshops mit jungen Schüler*innen durchgeführt, hatten einen mexikanischen Residenzkünstler zu Gast, haben Halloween gefeiert und laden regelmäßig zum Zukunftsschnack ein. Ob die beiden am Ende des Jahres die Entscheidung treffen, in Loitz zu bleiben? Gut möglich. 
Das Projekt ist Teil des Wettbewerbes Zukunftsstadt 2030+. Im Design-Thinking-Verfahren haben wir 2017 drei Projekte entwickelt und dürfen diese in der Umsetzung betreuen.
Das Magazin Tina berichtete über das Projekt.

INNOVATIONSCAMP IN LOITZ

Im August konnten wir nach Corona-Ausfall im April endlich das Innovationscamp auf dem Gelände der ehemaligen Stärkefabrik durchführen. Eine Woche lang haben 15 Menschen in 5 Teams an Fragestellungen u.a. lokaler Unternehmen gearbeitet. Am Ende der Woche wurde eine wunderschöne Abschiedssause mit Lagerfeuer und prototypischem Jugendclub nebenan gefeiert. Vielen Dank an dieser Stelle an den Kulturgut Freiland e.V. für Langos und Dank allen Involvierten, die die Woche zu dem gemacht haben, was sie war. Im Video zeigen wir euch einige Eindrücke. Und hier findet ihr alle Pitch-Videos, die die Ergebnisse einer intensiven Arbeitswoche zeigen. 
Alle Fragestellungen und Infos zum Projekt, das auch Teil von Zukunftsstadt 2030+ ist, findet ihr unter www.stärkereform.de.

DER STÄRKEFABRIK-VEREIN

Der gegründete Stärkefabrik e.V. sieht ein großes Potential in dem im Herzen von Loitz gelegenen ungenutzten Fabrikgelände. Mit dabei sind Loitzer*innen aus verschiedenen Altersgruppen. Der Verein widmet sich der Entwicklung des Geländes und steckt aktuell in der internen Findungsphase, sowie der Verstetigungsplanung nach Auslauf der Förderung (Wettbewerb Zukunftsstadt 2030+) und einer politischen Willensbildung für die Geländeentwicklung. Denn natürlich soll es weiter gehen - darüber berichtet auch der Nordkurier.
Im Zuge des Innovationscamps wurde auf dem Gelände bereits eine Werkstatt errichtet, der Kulturgut Freiland e.V. hat ein Amphitheater gebaut. Kriegt ihr nach all dem auch schon Lust auf Loitz? In einer Umfrage wird ein mögliches Nutzungsinteresse für das Farbikgelände abgefragt - seid dabei! 

BÜRGERSCHAFT BESCHLIESST ENTWICKLUNG VON ROSTOCKER KREATIV-QUARTIER

Frust und Freude liegen manchmal nah beieinander. So können wir uns darüber freuen, dass wir eine einjährige Förderung für das Warnow Valley erhalten haben, das noch bis Ende des Jahres in der Trägerschaft des Vereines liegt. Mit Karolin und Katharina haben wir seit September ein starkes Team und konnten schon einen ersten Erfolg feiern: nach einigen Fraktionsgesprächen hat die Rostocker Bürgerschaft Ende September den Beschluss gefasst, dass die Rostocker Verwaltung sich um einen Standort für die Rostocker Kreativwirtschaft bemühen muss. Denn - und da kommen wir zum Frust: der jetzige Standort des Valleys soll ab dem nächsten Jahr eine Baustelle sein. Wer im Prozess mitwirken möchte, kann mit Karolin in Kontakt treten.

INITIATIVE ZUKUNFTSHANDELN MV

Die Initiative Zukunftshandeln MV hat sich im Sommer 2021 gegründet und versteht sich als eine überparteiliche zivilgesellschaftliche Plattform. Sie will dazu beitragen, die in MV vorhandene Expertise zur verantwortungsvollen Gestaltung von Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft sichtbar zu machen, sowie die im Aufbruchsdokument“ des MV Zukunftsrates zusammengetragenen Empfehlungen der Landespolitik zur Verfügung zu stellen. Die Initiative ist aus dem Kreis der Mitglieder des ehemaligen MV Zukunftsrates heraus entstanden, versteht sich aber als eine wachsende überparteiliche zivilgesellschaftliche Plattform, die offen für jede Form der Beteiligung ist.
Hier geht es zu einem - wie wir finden - sehr schönen Kommentar über die Initiative.
Alles Infos und Mitwirkungs-Möglichkeiten finden sich hier

An dieser Stelle wollen wir euch Einblicke in die Gedankenwelten und Arbeitsweisen der fintis zu wechselnden Themen geben. Heute haben wir eine Frage an Eva mitgebracht. Habt ihr Fragen an uns? Stellt sie uns.

Eva, du hast für knapp 2 Jahre den Aufbau der Initiative „plastikfreie Stadt“ und hierbei vor allem die Kampagne #MehrwegFürRostock unter der Trägerschaft von fint begleitet. Wie bringt man Unternehmen dazu, weniger Einwegplastik zu verbrauchen?


Eva: Indem man denjenigen Menschen in den Unternehmen, die schon deutlich spüren, dass die Dinge nicht mehr so laufen sollten wie bisher und bereit sind für Veränderungen, gezielt die richtigen Instrumente an die Hand gibt. Und indem man sie dann in ihrem Prozess hin zu mehr Nachhaltigkeit gut begleitet. Genau das macht die Initiative „plastikfreie Stadt“, die in den letzten beiden Jahren eine große Dynamik entfaltet hat. Sie bietet Unternehmen verschiedene Tools und einen gut durchdachten Prozess, um ihren Einwegplastikverbrauch zunächst einmal zu erfassen und dann gezielt zu reduzieren. Inzwischen sind 39 Unternehmen dabei. Interessanterweise bleiben die Unternehmen oft gar nicht beim Thema Plastikvermeidung stehen und stoßen auf andere Fragen der Nachhaltigkeit, die sie dann angehen. Dass die Idee zündet, sehen wir daran, dass uns inzwischen Anfragen aus ganz Deutschland und sogar Österreich erreichen. 

Zum Teil muss man aber, wenn man Unternehmen dazu bringen will, weniger Einwegplastik zu verbrauchen, auch über die Unternehmen selbst hinausgehen, d.h. systemisch denken. Das sehen wir beim Thema Mehrweglösungen bei Essen und Trinken „to go“. Hier müssen alle gleichzeitig mit ins Boot geholt werden: die Unternehmen mit To-Go-Angebot, die Verbraucher*innen, aber auch die Stadt, Unternehmensverbände und der Tourismussektor. Denn solange es „to go“ nicht in Mehrweg gibt, kommen die Kund*innen nur selten auf die Idee, gezielt danach zu fragen und Mehrwegverpackungen einzufordern. Solange die Kund*innen aber nicht nachfragen, sagen die Unternehmen oft: ‚Warum sollten wir umstellen?“. Diese Hürde für Veränderung wollen wir mit einer öffentlichkeitswirksamen Kampagne und der gezielten Ansprache von Pionierunternehmen in Rostock gezielt meistern. In diesem Jahr ist es uns gelungen, die Zahl der Ausgabestellen von Mehrweg in Rostock von 15 auf 60 zu steigern. Das Ziel ist, dass Mehrweglösungen im To-Go-Bereich künftig der Standard und die Einwegvariante die sehr seltene Ausnahme ist. 
Wir waren für eine unteilbare Gesellschaft demonstrieren und haben uns dazu mit dem Katapult Magazin ausgetauscht.
weltwechsel: Eine Veranstaltungsreihe für globale Themen in MV

„weltwechsel ist die landesweite Veranstaltungsreihe vom 5. - 27. November 2021 zu globalen Themen in Mecklenburg-Vorpommern. Hier erfährst du, wie alles in unserem Alltag mit anderen Menschen und Geschehnissen auf der ganzen Welt verknüpft ist. Dabei kannst du deinen Blick sowohl für positive als auch negativen Folgen dieser Zusammenhänge schärfen: wie und warum kommt es dabei zu Ungerechtigkeit und Umweltzerstörung auf unserem Planeten? Welche Lösungen und Gegenmodelle gibt es schon, um die negativen Folgen zu vermeiden?

Bei Vorträgen, Workshops, Filmen, Theater und vielem mehr kannst du nicht nur viel lernen, sondern auch mit anderen in den Austausch kommen. Und das Beste: du kannst gleich ausprobieren, was du tun kannst, damit alle Menschen ein gutes Leben führen können – egal wie wir aussehen, wo wir geboren sind oder leben, wen wir lieben, an was wir glauben oder ob wir reich oder arm sind.“ Hier geht's zum Programm.

KREATOPIA 2021: #futurebusiness 
Future Business lautet das Motto der diesjährigen KREATOPIA, die am 25. November 2021 von 10 - 17 Uhr in der IHK zu Rostock und digital stattfindet. International gilt die Kultur- und Kreativwirtschaft als „Future Business“ – eine Leitbranche, die Zukunftstrends frühzeitig seismographisch erkennt und Veränderungsprozesse aktiv gestaltet. Die komplexen Herausforderungen der Gegenwart erfordern innovative, kreative und kooperierende Strategien, um neue Lösungen für zukunftsorientierte, krisenfeste und nachhaltige Unternehmen in der Kreativwirtschaft und anderen kooperierenden Branchen und Sektoren zu finden.
Nicht nur die Kultur- und Kreativwirtschaft, alle Wirtschaftsakteure sind aktuell mit der drängenden Frage konfrontiert, wie die Wirtschaft der Zukunft krisenfest aufgestellt werden kann. Eingebunden in die Vorschläge des MV-Zukunftsrates (Zukunftsprogramm MV 2021-2030) wird bei der Landesbranchenkonferenz vor allem die aktive Rolle der Kultur- und Kreativwirtschaft bei der Gestaltung von Transformationsprozessen vorgestellt und diskutiert. Hier geht's zur Anmeldung. 
Die fintis haben getagt: ein Wochenende im Kollektiv
Zum ersten Mal sind wir als Kollektiv bei finti Eva im Kulturbahnhof Laage eingekehrt. Wir haben uns ein Wochenende miteinander Zeit genommen und daran gearbeitet, woran wir in Zukunft arbeiten wollen, was unsere jeweiligen Stärken sind und wie wir diese in unserer Arbeit einbringen wollen (danke an dieser Stelle an finti Lena Schultz, die auch als Beraterin für Positive Psychologie und Positives Leadership arbeitet). Vor allem aber sind wir tiefer eingetaucht, wie wir die Vereins-Finanzstruktur auf nachhaltigere Beine stellen und mehr Sensibilität für Preisstrukturen herstellen können, wie wir unsere Akquise-Prozesse künftig gestalten wollen, was wir in fint sehen und wie wie dies nach außen tragen wollen. Zu guter letzt haben wir über die Frage diskutiert, ob wir unter die Podcaster*innen gehen sollten. Diese stellen wir jetzt euch: Ein Podcast, in dem fintis im Gespräch Einblicke aus der Projektarbeit geben - was sind wiederkehrende Hürden für Institutionen, woran können Transformationsprozesse scheitern und was sind Lösungsansätze, wie stellen wir uns ehrliche Bürger*innenbeteiligung vor und was verstehen wir unter gesellschaftlichem Wandel - JA oder NEIN….. würdet ihr reinhören? Und warum? (um aus den Erfahrungen zu schöpfen und zu lernen, inspiriert zu werden oder oder) 

Lasst euch abschließend noch gesagt sein: der Kulturbahnhof Laage ist ein sehr sehr sehr empfehlenswerter Ort für Seminare und organisiert selbst wichtige politische und kulturelle Veranstaltungen.
Unsere Vision des MV der Zukunft begleitet uns weiterhin bei all unseren Projekten. 
Das war’s für heute. Die nächsten #News gibt es im ersten Quartal '22. Bis dahin freuen wir uns, euch online oder physisch zu lesen, zu hören oder zu treffen - und wünschen einen entspannten Jahresausklang. AHOI.
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