6. Karlsruher Stadtbienenbrief
 
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Start!
 
Seit Mitte April stehen wieder drei Bienenvölker im Botanischen Garten. Zwei sind der Grundstock für die neuen Karlsruher Stadtbienen. Mit dem dritten ist Chris in die Imkerei mit eingestiegen. Das ist sehr praktisch - denn so sind wir nun meistens zu zweit am Stand und können viele und schwere Arbeiten zusammen erledigen. Danke, Chris!
 
Die drei Bienenstöcke wurden im April geliefert.
Abflug!
 
Schon direkt nach dem Einzug der neuen Völker haben wir den ersten Ableger gebildet. Der zweite kam Anfang Mai dazu, der dritte Ende Mai. Dieses Bienenjahr war bisher sehr arbeitsintensiv. Wir haben mindestens einmal die Woche eine Schwarmkontrolle gemacht. Mitte Juni konnten wir dann einem Scharm* beim Ausfliegen zuschauen - und das in einem Volk von dem wir schon dachten, dass es nicht mehr abfliegen wird.

Zum Schwarmfangen brauchten wir zwei Leitern, zwei Astscheren, einen Eimer und zwei Versuche. Schließlich war der Schwarm dann doch in der Kiste. Damit sich das kleine Volk nicht gleich wieder auf den Weg macht, haben wir die Kiste verschlossen und drei Tage in den Keller gestellt. Jetzt steht die Kiste ganz außen am Bienenstand im Botanischen Garten. Die Kontrolle nach ein paar Tagen hat gezeigt: Der Schwarm hat die neue Beute angenommen, die Königin legt Eier und baut mit ihren Getreuen ein weiteres Volk auf. 
Jeder schwarze Punkt ist eine Biene aus dem Schwarm.
Stand!

Durch den letzten Karlsruher Stadtbienenbrief haben sich zwei Bienenpatenschaften entwickelt. Vielen Dank an euch! Die Völker tragen jeweils ein Jahr lang den Namen ihres Paten. Den anderen Völkern haben wir auch (Arbeits-)Namen gegeben, damit wir wissen von welchem wir sprechen. Bei sieben (!) Völkern verliert man sonst schon mal den Überblick am Bienenstand. Ein Namensschild haben allerdings nur die Patenvölker. Hier die diesjährige Namenliste (v.r.n.l.):
cavea urbis; Stadtbrummis; Königinnenableger; Volk 4; 
Cassandras Stock; Volk 6; Schwarm von cavea urbis
Am Stand stehen grade sieben Völker und die Materialkiste.
Schleudern!
 
Vor zwei Wochen haben wir geschleudert. Im Honig sind wieder eine Menge verschiedener Blütenaromen und die Linde zu schmecken. Ihr könnt den Genuss ab jetzt bestellen.
Karlsruher Stadtbienenhonig.
*Schwarm

Im Frühjahr wachsen die Völker sehr schnell. Die Königin legt täglich 1.500-2.000 Eier. Wenn die Beute zu eng wird, zieht das Volk junge Königinnen in sogenannten Weiselzellen nach. Die alte Königin pausiert mit dem Eierlegen, damit sie wieder flugfähig wird. Kurz bevor die erste Jungkönigin schlüpft, fliegt die alte Königin mit einem Teil des Volks aus. Die Bienen schwirren erst unkontrolliert um den Stock umher, sammeln sich dann aber in der Nähe und bilden eine stabile Traube um die Königin. Wenn die Spurbienen einen neuen geeigneten Nistplatz gefunden haben, fliegt der ganze Schwarm an den neuen Platz. Im Restvolk wird dagegen bald eine junge Königin aktiv werden und den Platz der alten ausfüllen. Schwärmen gehört also zum natürlichen Vermehrungstrieb der Bienenvölker.

Einen Schwarmabgang will der Imker meistens vermeiden, weil mit dem Schwarm auch einiges an Honig ausgetragen wird. (Das Teilvolk braucht den Honig als Startenergie für den neuen Stockaufbau). Zudem ist das Fangen eines Schwarms umständlich - je nach Sammelplatz der Bienen - sogar unmöglich. Sobald im Frühjahr Weiselzellen in den Völkern zu sehen sind, ist mit Schwarmstimmung zu rechnen. Die Völker werden geschröpft (d.h. man bildet Ableger) und/oder die Weiselzellen werden ausgebrochen. Bei schwärmerischen Völkern kommt man mit der Kontrolle manchmal nicht hinterher und es geht eben doch ein Schwarm ab.
Copyright © 2014 Mira Maniyar


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