3. Karlsruher Stadtbienenbrief

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Solange der Vorrat reicht…
 
Der Honig aus dem letzten Jahr ist ausverkauft. Vielen Dank an meine treuen Kunden. Natürlich hoffe ich auf reiche Ernte im laufenden Jahr. Das müssen wir aber noch abwarten, denn das Wetter war nicht grade nektarfreundlich. 
Neues Volk bei den Karlsruher Stadtbienen
 
Den Winter hat nur ein Volk überlebt. Eines war trotz der Zusammenlegung so schwach, dass es nicht ordentlich Futter aufgenommen hat. Das ist schon vor der Weihnachtspause eingegangen. Das zweite hat es geschafft – über die langen kalten Monate hinweg. Einige milde Wochen Anfang März hat es genutzt um aktiv zu werden. In der darauffolgenden Kältewelle waren aber noch zu wenige Bienen im Volk um genügend Wärme zu erzeugen. Sie sind sozusagen mit dem Kopf im Honig erfroren. Im Mai habe ich nun schon einen Ableger aus dem verbleibenden starken Wirtschaftsvolk gezogen. Die Königin war zwar ein Spätstarter, doch die Weiselprobe* war negativ. Jetzt legt sie wie eine Weltmeisterin. Der dritte Ableger kam letzte Woche dazu. Auch bei diesem bleibt zu hoffen, dass die angesetzte Königin ausfliegt und gut begattet zurückkommt.
Verhungerte Bienen. Links siehst du in der Wabe kristallisierten Honig.
Regen, Hitze, Sturm
 
Alles spricht vom Wetter – wir auch! Die langen kalten Monate hinderten die Bienen natürlich daran früh ins Jahr zu starten. Allerdings fängt eine normale Königin irgendwann nach Weihnachten trotzdem an wieder Eier zu legen. Wenn eine neue Kältewelle die Bienen am Ausfliegen hindert, müssen sie nun vom Winterfutter leben. Das Problem an diesem Frühjahr war die Kombi aus Kälte und Regen: Die Bienen können bei tiefen Temperaturen nicht fliegen – andererseits finden sie natürlich auch keinen Nektar, denn die Vegetation wartet auch bis es warm genug ist. Und dann blüht alles auf einmal. Die Obstblüte war deshalb innerhalb von einer Woche abgehandelt. Bei großer Hitze kocht es unterm Blechdeckel und die Bienen müssen kühle Luft in den Stock fächeln. Und der Regen? Starkregen und Sturm schlagen die Blüten von den Bäumen. Dadurch ist letzte Woche z.B. die lang ersehnte Robinienblüte verregnet. Macht aber nichts, denn in der Stadt blüht immer was!
Reihenweise fächeln die Bienen vor dem Stock. Wenn der Kopf zum Stock zeigt,entsteht ein Sog, der Luft aus dem Innenraum herauszieht. Durch das Gitter auf der gegenüberliegenden Seite strömt frische Luft nach. 
Technik
 
Der Karlsruher Stadtbienenbrief kommt jetzt im neuen Layout und mit neuen Funktionalitäten. Beispielsweise kannst du dich jetzt ganz einfach selbst aus dem Verteiler austragen. 
Führung
 
Möchtest du dir die Bienen mal näher anschauen, kannst du gerne einen Termin mit mir ausmachen. Bisher ist kein Besucher gestochen worden! Außerdem interessiert es mich, ob du spezielle Fragen hast, die ich dann im nächsten Karlsruher Stadtbienenbrief aufgreifen kann.
*Weiselprobe
 
Die Königin heißt bei Imkern auch Weisel. Wie im 1. Karlsruher Stadtbienenbrief beschrieben, kann sich ein weiselloses Bienenvolk aus Eiern eine eigene Königin ziehen. Das macht man sich beim Ablegerbilden zunutze. Manchmal kommt die junge Königin von ihrem Jungerfernflug nicht wieder zurück in den Stock. Dann hat das Volk natürlich auch keine Eier mehr um sich eine Nachfolgerin heranzuziehen. Wenn nun nicht klar ist, ob eine junge Königin im Ableger vorhanden ist, hängt man eine Wabe mit Eiern aus einem anderen Volk in den Stock. Versuchen die Bienen nun eine neue Königin aus den frischen Eiern zu ziehen, hatten sie keine eigene. Andernfalls brüten sie ganz normale Arbeiterinnen aus den neuen Eiern aus: Die Weiselprobe ist negativ.
Copyright © 2013 Mira Maniyar


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