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STERNE AKTUELL - Der Newsletter der Deutschen Hotelklassifizierung © 2015

Sterne aktuell  l  Ausgabe 01/2015

1. Bettensteuer darf nicht an Sternekategorie anknüpfen
2. EU-Parlament kappt Kreditkartengebühren
3. WLAN – Mehr Rechtssicherheit für Anbieter
4. Hotelgäste häufig mit WLAN unzufrieden
5. Die Weisheit der Massen vs. Hotelsterne
6. Hotelsterne: Test-Tool im Internet
7. Deutscher Hotelführer 2016 des DEHOGA:
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8. 50% Oster-Rabatt-Aktion im Hotelsterne-Shop

Bettensteuer darf nicht an Sternekategorie anknüpfen

Im Januar 2015 verhandelte das OVG Lüneburg über die Bettensteuer.
Im Januar 2015 verhandelte das OVG Lüneburg über die Bettensteuer. In der Waagschale von Justitia, die am Ende zugunsten der Hoteliers entschied, lag unter anderem die Satzung der Stadt Lüneburg.
Die Satzung sah eine Abgabe in Höhe von 3,00 Euro pro Nacht und Person für Hotels ab 4 Sternen vor sowie von 2,00 Euro für Beherbergungsbetriebe mit bis zu 3 Sternen und ohne Klassifizierung.

Diese Regelung in der Lüneburger Satzung verstößt laut jetzt vorliegendem Urteil bereits dadurch gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes, dass bei Hotels nicht an den Übernachtungspreis (als vom Gast getätigter Aufwand) angeknüpft wird, sondern an Hotelkategorien. Hier wird der erforderliche Wirklichkeitsmaßstab durch einen bezugslosen Wahrscheinlichkeitsmaßstab ersetzt, so das Gericht.

So bezweifelt das Gericht beispielsweise, dass ein 4-Sterne-Hotel immer teurer sei als ein 3-Sterne-Hotel. Denn preisbestimmende Faktoren wie Lage des Hotels, Größe und Einrichtung der gemieteten Räume, jahreszeitlich bedingte Nachfrageschwankungen und Sonderangebote beeinflussen den Übernachtungspreis erheblich.

EU-Parlament kappt Kreditkartengebühren

Mit großer Mehrheit hat das Europäische Parlament jetzt Vorschriften zur Deckelung von Kredit- und Debitkarten-Gebühren beschlossen. 621 Ja-Stimmen standen nur 26 Gegenstimmen und 29 Enthaltungen gegenüber. Die in den Kreditkartengebühren enthaltenen Interbankenentgelte werden sowohl für grenzübergreifende als auch für inländische Zahlungen auf 0,3 Prozent des Umsatzes begrenzt.

Bedeutend für die Hotelbranche ist auch der Wegfall der ‚Honour-All-Cards-Rule‘, die Hoteliers bisher zwingt, alle Karten einer Marke unabhängig von den dadurch verursachten Kosten anzunehmen. Hoteliers wird es künftig bei besonders teuren, von der beschlossenen Regulierung nicht erfassten Corporate Cards erlaubt sein, eine Weiterbelastung der Kreditkartengebühr an den Kunden vorzunehmen.

Die beschlossene Regelung betrifft sogenannte Vier-Parteien-Systeme wie z.B. MasterCard und VISA. Drei-Parteien-Systeme, wie z.B. American Express oder Diners, bei denen nur eine einzige Bank involviert ist, werden in drei Jahren einer Überprüfung unterzogen, um eine Umgehung der Regulierung zu unterbinden.

Die Regulierung muss nun noch formell vom Rat gebilligt werden und wird dann voraussichtlich im Mai 2015 im Europäischen Amtsblatt veröffentlicht. Sechs Monate später wird die Kappung der Interbankenentgelte Inkrafttreten.

WLAN – Mehr Rechtssicherheit für Anbieter

Mehr Rechtssicherheit für Hotspot-Betreiber verspricht sich das Bundeswirtschaftsministerium von einem Gesetzentwurf, der jetzt auf den Weg gebracht wurde. Die Bundesregierung will damit nach eigenen Angaben den Ausbau öffentlicher WLAN-Netze in den Städten vorantreiben und den Anbietern solcher Internetzugänge mehr Rechtssicherheit verschaffen, allerdings nur den gewerblichen Anbietern.

WLAN-Anbieter wie Hotels oder Cafés sollen demnach im Falle von Rechtsverstößen nicht wissen müssen, wer ihren Internetzugang genutzt hat. Bei ihnen soll es reichen, wenn sie die Nutzer ihrer WLANs gut sichtbar darauf hinweisen, dass geltendes Recht beim Surfen einzuhalten ist. Das könne durch eine Bestätigung mittels Haken auf einer Start-Website vor der ersten Nutzung geschehen. Die Eingabe des Namens der Nutzer ist nicht zwingend vorgeschrieben. Auch gut sichtbare Aushänge oder ein Hinweis in der Speisekarte, der zugleich das Zugangspasswort enthält, seien ausreichend, schreibt das Bundeswirtschaftsministerium in seiner Begründung.

Inhaber privater Internetanschlüsse müssen dagegen auf Nachfrage die Namen von Mitnutzern nennen können, denen sie ihr WLAN zur Verfügung gestellt haben, also zum Beispiel Nachbarn, Gästen oder anderen Personen. So sieht es der am 12. März veröffentlichte Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums vor – eine  Maßnahme, die dabei helfen soll, Missbrauch zu verhindern.

Hotelgäste häufig mit WLAN unzufrieden

Mehr als ein Drittel der Gäste ist mit der WLAN-Qualität unzufrieden. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern sieht Deutschland schlecht aus.
 
Ein Zugang zum Internet ist für viele Hotelgäste eine Selbstverständlichkeit. Er trägt maßgeblich zu ihrer Zufriedenheit bei. Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, fordert die Deutsche Hotelklassifizierung seit Januar dieses Jahres einen Internetzugang im öffentlichen Bereich bereits ab 2 Sternen.

Oft aber ist das WLAN im Hotel für die Gäste vor allem ein Ärgernis. Zu diesem Fazit kommt jedenfalls eine Untersuchung des Online-Reputationsmanagement-Anbieters Reputami. Mit einer semantischen Bewertungsanalyse hat der Dienstleister vier Millionen Gäste-Bewertungen von 13.000 deutschen Hotels zwischen zwei und fünf Sternen unter die Lupe genommen und auf die Zufriedenheit mit dem Internetzugang hin untersucht.

Das Ergebnis: Fast jede zehnte Bewertung nahm auf diesen Punkt Bezug - und mehr als ein Drittel der Gäste ist mit der WLAN-Qualität unzufrieden. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern sieht Deutschland schlecht aus und bildet das Schlusslicht. Spitzenreiter ist Schweden. Dort sind nur 19 Prozent unzufrieden.
Besonders im Fokus standen bei der Studie Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und München. Welche Hotels dabei besonders gut, welche besonders schlecht abgeschnitten haben, ist in der Studie detailliert nachzulesen. Der Herausgeber hat sie zum kostenlosen Download bereitgestellt.

„Auch wenn die durchschnittliche Kundenzufriedenheit beim Thema Internet mit 68 Prozent gar nicht mal so schlecht scheint, zeigt unsere Analyse, dass gerade die großen Namen der Hotellerie hier klaren Nachholbedarf haben“, so die Reputami-Geschäftsführer Ali Saffari und Oliver Pitsch in ihrer Studie. Kleinere Häuser und kleinere Hotelgruppen hätten hingegen den Trend der Zeit verstanden und böten das „täglich Internet“ so selbstverständlich an wie das freundliche Lächeln beim Check-in.

Die Weisheit der Massen vs. Hotelsterne

Online-Bewertungen durch Gäste sind zu einem sehr mächtigen Faktor im Kauf- und Buchungsverhalten der Konsumenten geworden. Rund 75 Prozent der Konsumenten lesen sich vorab Rezensionen zu einem Produkt oder einer Dienstleistung durch. Bewertungen haben dadurch einen entscheidenden Einfluss auf die Performance eines Hotelbetriebes. Dass sie die Hotelsterne jedoch in ihrer Funktion nicht ersetzen können, geht aus dem Interview hervor, dass die Wochenzeitung Die ZEIT mit Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), zu den fortgeschriebenen Kriterien führte.

Dort zeigt Markus Luthe auf, dass beide Systeme nicht, wie häufig angenommen, in Konkurrenz, sondern in Ergänzung zueinander stehen. „Subjektive Gästebewertungen sind wichtig, aber wenn ein Haus bei TripAdvisor 4,8 von 5 Punkten bekommt, muss man doch wissen, mit welcher Erwartung der Gast dort angereist ist: War es ein Hostel oder das Adlon? Die Sterne sind der Anker in einem Meer subjektiver Bewertung“, erklärt er. Der Hotelverband habe schon 2008 mit HolidayCheck eine gemeinsame Roadshow durch Deutschland gemacht und bei den Hotels für einen offenen Umgang mit den Bewertungsportalen plädiert. Die Hotels seien aufgefordert, im Sinne des eigenen Qualitätsmanagements das Beste aus der „Weisheit der Massen“ zu machen.

Luthe kritisiert aber auch, dass auf Buchungsportalen Hotels einfach so Sterne zugewiesen werden. „Dieser Sternewildwuchs ist uns ein Dorn im Auge. Wir verhandeln mit den Portalen, aber es laufen auch Gerichtsverfahren“, erklärt er dazu. Das ganze Interview lesen Sie hier.

Hotelsterne: Test-Tool im Internet

Hoteliers, die an der Hotelklassifizierung interessiert sind oder vor der Wiederklassifizierung stehen, können jetzt unverbindlich und eigenständig eine „Testklassifizierung“ anhand der kürzlich aktualisierten Kriterien vornehmen. Auf www.hotelstars.eu und www.hotelsterne.de stehen kostenlose Test-Tools in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung, so dass jeder selbst ermitteln kann, wie viele Sterne sein Hotel nach den zum 1. Januar 2015 geänderten Klassifizierungskriterien bekommen würde.

Ausschlaggebend für den Erfolg der Hotelstars Union, deren Hotelklassifizierung in nunmehr 15 europäischen Ländern Anwendung findet, sind die Akzeptanz bei den Gästen und der dynamische Charakter des Systems. Alle fünf Jahre kommen die Kriterien auf den Prüfstand, um diese à jour zu halten. Zuletzt wurden auf den Erkenntnissen diverser Studien und einer internationalen Gästebefragung aufbauend vor allem die Bereiche Schlafkomfort, Konnektivität und Sicherheit aufgewertet.

Unter der Schirmherrschaft des europäischen Dachverbandes HOTREC haben die Hotelverbände aus Deutschland, den Niederlanden, Österreich, Schweden, Schweiz, Tschechien und Ungarn Ende 2009 die Hotelstars Union gegründet. Mittlerweile sind auch Belgien, Dänemark, Griechenland, Estland, Lettland, Litauen, Luxemburg und Malta der Sternefamilie beigetreten. Die Hotelklassifizierungen dieser Länder eint ein gemeinsamer Kriterienkatalog.

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Als klassifizierter Betrieb haben Sie die Möglichkeit, mit Ihrer Sterneanzahl auch im Deutschen Hotelführer 2016 im Internet www.hotelguide.de, App und Buch gleichzeitig zu werben.

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Der Preis für einen multimedialen Eintrag im Deutschen Hotelführer 2016 setzt sich aus der Grundgebühr von 34,80 Euro plus 2,29 Euro pro Bett zusammen. Es fallen keinerlei Vermittlungsgebühren an, es wird direkt auf die Buchungsseite Ihres Hotels verlinkt.

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Nähere Informationen erhalten Sie unter diesem Link, per E-Mail hotelguide@matthaes.de oder per Telefon 0711 2133-334 (Montag bis Freitag 10:00 bis 16:00 Uhr).

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