STERNE AKTUELL - Der Newsletter der Deutschen Hotelklassifizierung © 2015

Sterne aktuell  l  Ausgabe 03/2015

1. Stiftung Warentest warnt vor Tricks von Unterkunftsportalen
2. Umfrage zum Breitbandausbau in der deutschen Hotellerie
3. Auf dem Weg zum sechsten Rekordjahr in Folge
4. Anzahl buchbarer Hotels bei trivago muss zutreffend angegeben sein
5. Organisationsstruktur der Deutschen Hotelklassifizierung optimiert

Stiftung Warentest warnt vor Tricks von Unterkunftsportalen

Die Stiftung Warentest warnt Verbraucher bei einer Buchung von Urlaubsunterkünften über Online-Portale vor Tricks der Anbieter.
Die Stiftung Warentest warnt Verbraucher bei einer Buchung von Urlaubsunterkünften über Online-Portale vor Tricks der Anbieter. Die Trefferliste bei der Suche sei bei vielen Vermittlern "intransparent", berichtete die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift "test".

Zudem gebe es Portale, die Urlaubern unnötige Versicherungen aufdrängten, selbst für kostenlos stornierbare Hotelbuchungen. Ein Anbieter zeige den Preis pro Person an, auch bei der Suche nach einem Doppelzimmer. Zudem seien bei drei Portalen "unerlaubte Klauseln" in den allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgefallen.

Aus urheberrechtlichen Gründen dürfen wir Ihnen die komplette Auswertung der Untersuchung nicht per Sterne-Newsletter zur Verfügung stellen. Wir zitieren daher nachstehend einige Erkenntnisse der Stiftung Warentest, auch wenn die „Belastbarkeit der von den Portalen verwendeten Sterneangaben“ (noch) kein Untersuchungskriterium war.

Der beste Anbieter für Hotelbuchungen im Internet sei HRS. Ebenfalls gut seien Expedia und Hotels.com. Alle drei Portale überzeugten bei der Suchfunktion sowie bei Stornierungs- und Buchungsbedingungen. Gewarnt wird hingegen vor Otel.com, dem Schlusslicht im Test. Nicht nur die Suchfunktion lässt zu wünschen übrig – diese Website hat noch nicht einmal ein Impressum.

Weiterhin warnen die Tester, dass bei einigen Portalen nicht die günstigsten oder von den Gästen am besten bewerteten Hotels auf den ersten Plätzen gelistet werden, sondern diejenigen, die eine höhere Provision bezahlt haben. „Preferred Programm“ nennt sich der Service beispielsweise bei Booking.com. Die Trefferliste ist bei vielen Vermittlern intransparent, kritisieren die Tester der Stiftung Warentest.

Ferienwohnungen:
Bei den Vermittlern von Ferienhäusern ist das Gesamtergebnis deutlich besser als bei den Hotelportalen. Besonders gelobt werden die sehr detaillierten Suchmöglichkeiten. Sieben der neun getesteten Anbieter schnitten mit dem Urteil „gut“ ab, zwei mit „befriedigend“.

Privatzimmer und -unterkünfte:
Hier gibt es große Unterschiede in der Qualität. Gewinner ist 9flats.com, der einzige Anbieter von Privatunterkünften, bei dem die meisten Objekte direkt über das Portal gebucht werden können. Bei anderen Vermittlern müssen Kunden erst die Anbieter kontaktieren. Airbnb schaffte es nur auf den letzten Platz der drei getesteten Portale für Privatunterkünfte. Die Suchfunktion konnte die Tester nicht überzeugen.
Die Stiftung Warentest gibt eine Anleitung, worauf man bei einer Buchung im Internet achten muss und wie man die Fallen der Vermittler umgeht. Unter anderem wird den Verbrauchern geraten, die Zimmerpreise direkt auf den Internetseiten der Hotels zu checken, da die Vermittler nicht unbedingt den besten Preis bieten.

Den vollständigen Artikel ist unter folgender Webadresse abrufbar: Stiftung Warentest

Umfrage zum Breitbandausbau in der deutschen Hotellerie

Für den heutzutage 24 Stunden an 7 Tagen die Woche vernetzten Hotelgast ist ein ständiger Zugang zum Internet selbstverständlich geworden. Die Deutsche Hotelklassifizierung trägt dem Trend der Digitalisierung in ihrem dynamisch angelegten Regelwerk Rechnung und fordert beispielsweise seit Beginn dieses Jahres bereits ab zwei Sternen einen Zugang zum Internet für den Hotelgast.

Gästeumfragen zeigen jedoch, dass nicht nur die Existenz eines (kostenlosen) WLAN erwartet wird, sondern dass mittlerweile auch eine qualitativ hochwertige Verbindung Voraussetzung ist. Aus diesem Grund wollen wir uns einen Überblick über den Stand des Breitbandausbaus in Deutschland und dessen Auswirkungen auf die Hotellerie verschaffen. Hierzu bitten wir Sie herzlich, unsere Fragen zur Güte der Internetanbindung Ihres Hotels und der damit korrespondierenden Gästezufriedenheit zu beantworten.

Die Beantwortung der Umfrage sollte nicht länger als fünf Minuten in Anspruch nehmen. Bereits an dieser Stelle danken wir Ihnen für Ihre Unterstützung! Unsere Umfrage erreichen Sie über diesen Link.

Auf dem Weg zum sechsten Rekordjahr in Folge

Mit einem deutlichen Übernachtungsplus im Juli hat der Deutschland-Tourismus seinen Rekordkurs fortgesetzt. Die Hotels und Pensionen mit mehr als zehn Übernachtungsmöglichkeiten registrierten 50,8 Millionen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt Anfang September in Wiesbaden berichtete. Das waren sieben Prozent mehr als im Juli des Vorjahres. Die Zahl der ausländischen Gäste erhöhte sich mit plus neun Prozent überdurchschnittlich. Im Zeitraum Januar bis Juli 2015 stieg die Zahl der Gästeübernachtungen im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 244,4 Millionen. Davon entfielen 44,8 Millionen Übernachtungen auf Gäste aus dem Ausland (+ sechs Prozent) und 199,6 Millionen auf inländische Gäste (+ vier Prozent). Damit ist das deutsche Tourismusgeschäft weiterhin auf dem Weg zum sechsten Jahresrekord in Folge.

Anzahl buchbarer Hotels bei trivago muss zutreffend angegeben sein

Der Verbraucher geht davon aus, dass er auf die angegebene Zahl von Hotels für seine Buchung zurückgreifen kann.
Gibt trivago im Rahmen einer Werbeanzeige eine bestimmte Anzahl buchbarer Hotels in einem Ort an, muss diese Anzahl von Hotels zu diesem Zeitpunkt tatsächlich gebucht werden können. Anderenfalls ist die Werbung irreführend.
Als Preisvergleichsdienst arbeitet trivago mit Hotelbuchungsportalen, aber auch mit Hotelbetreibern zusammen. Die Hotelsuche leitet Kunden entweder auf die Buchungsseite des jeweiligen Hotels weiter oder auf ein Buchungsportal wie Expedia.

Der Kunde kann auch über GoogleAds zu trivago gelangen, denn dort wirbt das Buchungsportal mit einer bestimmten Anzahl von Hotels in einem bestimmten Ort. Folgt man dem Anzeigenlink, gelangt man auf die Website von trivago, auf der die angegebene Anzahl von Hotels im Vergleich zu der Anzeige bei Google nach unten abweichen kann.

Das Landgericht Düsseldorf hält dieses Verhalten für irreführend, da es bei dem angesprochenen Verbraucher eine Vorstellung erzeugt, die nicht mit der Realität übereinstimmt: Der Verbraucher geht davon aus, dass er auf die angegebene Zahl von Hotels für seine Buchung zurückgreifen kann, welche er in der Anzeige bei Google zuvor gesehen hat. Das war in den geprüften Beispielen nicht der Fall: Weder in Winterberg noch in Sölden stand die Anzahl von Hotels zur Buchung zur Verfügung, die bei Google dargestellt wurde.

Organisationsstruktur der Deutschen Hotelklassifizierung optimiert

Die Landesverbände im DEHOGA und die Klassifizierungsgesellschaften der Länder haben sich eine neue Organisationstruktur gegeben, um im Sinne eines noch effizienteren Marketings Kräfte zu bündeln und Synergieeffekte zu nutzen. Sie gründeten am 07. September 2015 in Berlin die DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH i.G, deren Gesellschafter die Vertreter der Bundesländer und der DEHOGA Bundesverband sind. Zum Geschäftsführer wurde Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA), bestellt. Damit werden zukünftig die Vermarktungsinitiativen auf deutscher und europäischer Ebene noch effizienter verzahnt und aufeinander abgestimmt.

Die DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH i.G. ist alleinige Lizenznehmerin des DEHOGA Bundesverbandes für die Durchführung der „Deutschen Hotelklassifizierung“ und der „Deutschen Klassifizierung für Gästehäuser, Gasthöfe & Pensionen (G-Klassifizierung)“. Sie hat ihrerseits  Unterlizenzverträge mit den Klassifizierungsgesellschaften der Länder zur Durchführung der Deutschen Hotelklassifizierung im jeweiligen Bundesland abgeschlossen. Die DEHOGA Deutsche Hotelklassifizierung GmbH i.G. soll ihren Geschäftsbetrieb in vollem Umfang zum 01. Januar 2016 aufnehmen.

Für Sie und Ihren klassifizierten Betrieb ändern sich rechtlich durch diese Organisationsreform weder Ihr Ansprechpartner vor Ort, noch müssen Sie Ihrerseits irgendwelche Änderungen veranlassen. Lassen Sie uns zukünftig gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Sterne noch klarer und offensiver für unsere Gäste leuchten! Wir werden Ihnen mit unseren Sternenewsletter hierzu weiter Anregungen und vielfältige Angebote unterbreiten.
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