STERNE AKTUELL - Der Newsletter der Deutschen Hotelklassifizierung © 2014

Sterne aktuell  l  Ausgabe 03/2014

1. Kriterien für die Hotelsterne aktualisiert

2. BGH-Urteil zur Anonymität von Internetportalen: „Abzüge in der B-Wertung“

3. Bald keine Haftung mehr von Hoteliers für WLAN-Missbrauch ihrer Gäste

4. Entscheidung über „.hotel“ ist gefallen

5. Marketing-Tipps

Deutschland im Sternenhimmel
Als Experte für Sternevergabe weiß ich genau: Der vierte Stern ist mehr als verdient!!! Herzlichen Glückwunsch dem gesamten DFB-Team! Die Luft nach oben wird jetzt allerdings knapp ...

Kriterien für die Hotelsterne aktualisiert

Nächstes Jahr gelten "aufpolierte" Kriterien

Aufpoliert: Ab 1. Januar 2015 gelten die aktualisierten Kriterien der Deutschen Hotelklassifizierung. Im Verbund der europäischen Hotelstars Union hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) den seit 2010 gültigen Kriterienkatalog überarbeitet und auf der Basis einer europaweiten Gästebefragung und Marktstudien zu den Gästeerwartungen weiterentwickelt.

Aktualisierte Kriterien
Ab 1. Januar 2015 gelten die aktualisierten Kriterien der Deutschen Hotelklassifizierung.

„Mit großen Überraschungen oder Strukturbrüchen müssen deutsche Hoteliers allerdings nicht rechnen“, erklärt Helmut Otto, Vorsitzender des federführenden Ausschusses Hotelklassifizierung im DEHOGA Bundesverband, nachdem Vertreter der inzwischen 15 Mitgliedstaaten der Hotelstars Union ein gutes Jahr über die Fortschreibung der Kriterien beraten haben. „Es ist vorgesehen, dass ab 2015 Kriterien zur Qualität des Hotelbettes, zur Sicherheit und Nachhaltigkeit, aber natürlich auch des Internetzugangs und –auftritts mehr Gewicht als bisher erhalten“, so Otto.
 
Die Hotelklassifizierung basiert auf insgesamt 270 einzelnen Kriterien - einer Kombination von zwingend zu erfüllenden Mindestkriterien je Kategorie und fakultativen Kriterien, für die es zusätzliche Punkte gibt. Die Überarbeitung des Kriterienkatalogs erfolgte gemeinsam mit den anderen Mitgliedsländern der Hotelstars Union, der neben Deutschland inzwischen Belgien, Dänemark, Estland, Griechenland, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz, Tschechien und Ungarn angehören.

Die vorläufige Version des Kriterienkataloges 2015 – 2019 steht im Internet unter www.hotelsterne.de zum Download bereit. Interessierte Fachkreise sind zu Probeläufen und Meinungsäußerungen an info@hotelsterne.de bis Ende August 2014 eingeladen.

BGH-Urteil zur Anonymität von Internetportalen

„Abzüge in der B-Wertung“

Bewertungen auf Internetportalen bleiben in Deutschland auch in Zukunft anonym. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe am 1. Juli 2014 entschieden (Az.: VI ZR 345/13). Die Richter berufen sich dabei auf Paragraf 12, Absatz 2 des Telemediengesetzes (TMG). Demnach ist der "Betreiber eines Internetportals grundsätzlich nicht befugt, ohne Einwilligung des Nutzers dessen personenbezogene Daten zur Erfüllung eines Auskunftsausspruches wegen einer Persönlichkeitsrechtsverletzung an den Betroffenen zu übermitteln".

Experten sehen die Entscheidung des Bundesgerichtshofs als Grundsatzurteil zu Persönlichkeitsrechten im Internet. Für Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer beim Hotelverband Deutschland (IHA) ist es ein Urteil, dem er analog zum Eiskunstlauf zwar eine passable A-Note, aber „Abzüge in der B-Wertung“ bescheinigt, wie er in seinem Blogg auf www.hotellerie.de deutlich macht. Der Grund: Nach diesem Urteil steht dem in seiner Persönlichkeit Verletzten nur noch der Weg zur Staatsanwaltschaft offen, wenn er des Rechtsverletzers habhaft werden will. Seiner Einschätzung nach hätten die BGH-Richter auch den allgemeinen Auskunftsanspruch nach §§ 242 und 259 BGB greifen lassen können.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass nach dem Telemediengesetz auf Anordnung Polizei oder Staatsanwaltschaft Auskunft über den Bewerter nur zu Zwecken der Strafverfolgung, der Gefahrenabwehr, der Aufgaben des Verfassungsschutzes und der Durchsetzung der Rechte am geistigen Eigentum zu erteilen sei, kritisiert Luthe und fragt: „Warum genießt der Urheberrechtschutz von Verlagen einen höheren Stellenwert als die Persönlichkeitsrechte der Zivilbevölkerung?“ Für Luthe stimmt da die Balance nicht, weshalb er den Gesetzgeber gefordert sieht, den Takt neu vorzugeben.

Den Betreibern von Bewertungsportalen schlägt er ein Häkchen-Feld vor, mit dem die Bewerter festlegen können, ob ihre Kontaktdaten weitergereicht werden dürfen. Ob der Verfasser damit einverstanden ist, soll bei den Bewertungen mit einem offenen oder geschlossenen Schlosssymbol deutlich gemacht werden. Der Nutzer erhielte so eine wichtige Zusatzinformation zur Belastbarkeit der Aussage. Luthe: „Statt Abzügen in der B-Wertung könnte ein echter Zugewinn in der Bewertung die Folge sein.“

Bald keine Haftung mehr von Hoteliers für WLAN-Missbrauch ihrer Gäste?

In Hotels und Restaurants in Deutschland könnte das Bereithalten öffentlicher WLAN-Hotspots in Zukunft deutlich risikoärmer werden. Denn die Fraktionen von CDU/CSU und SPD haben im Bundestag die Regierung aufgefordert, den Breitbandausbau schneller voranzutreiben und die Haftungsbeschränkungen für das öffentliche WLAN zu lockern.

Bald Änderungen für öffentliche WLAN-Hotspots?
Der Breitbandausbau soll vorangetrieben und die Haftungsbeschränkungen sollen gelockert werden.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel wolle schon im August einen entsprechenden Gesetzentwurf in die Ressorts geben, mit dem auch die sogenannte Störerhaftung eingeschränkt werden soll. Diese besagt bislang, dass Hoteliers und Gastronomen für Straftaten von Nutzern ihres Netzes haften.
Der Hotelverband Deutschland (IHA) fordert die Politiker auf, diese Besonderheit des deutschen Rechts zu korrigieren. Die Störerhaftung sei kostentreibend, innovationsfeindlich und nicht mehr zeitgemäß.
 

Entscheidung über „.hotel“ ist gefallen

Die Entscheidung im Wettstreit um die Rechte an „.hotel“ ist gefallen. Die von den Hotelverbänden weltweit unterstützte Firma Hotel Top-Level-Domain S.à.r.l. erhält den Zuschlag. Das teilt der Hotelverband Deutschland (IHA) mit Verweis auf die Internetverwaltungsorganisation Icann mit.

Der Hotelverband zeigt sich erleichtert, weil es für „.hotel“ insgesamt sieben unterschiedliche Bewerber gegeben hatte, darunter auch die Betreiber von großen Buchungsportalen. Die Hotel Top-Level-Domain S.à.r.l., die den Zuschlag nun erhalten hat, war der einzige Bewerber, der die Unterstützung der Hotellerie hatte und eine letztlich erfolgreiche Community-Bewerbung abgeben konnte. Diese Community-Bewerbung sieht vor, dass ausschließlich Hotels, Hotelketten, Hotelverbände und Hotel-Marketingorganisationen Domains registrieren dürfen.

Marketing-Tipps

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Binden auch Sie den unterhaltsamen Kurzfilm über „Karl Prüfer“ und die Deutsche Hotel-
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Hotelsterne-Shop
Der neu eingeführte Online-Shop ist gut angenommen worden.
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